Tornesch

Feuerwache in Tornesch-Esingen feierlich eingeweiht

Für 1,446 Millionen Euro bekamen die Brandschützer doppelt so viel Platz wie zuvor

Tornesch. In Tornesch geht es Schlag auf Schlag, was die Erweiterung der beiden Feuerwachen der Stadt angeht. Am Sonnabend fand die feierliche Einweihung der Wache in Esingen statt. Vormittags waren geladene Gäste an der Reihe, nachmittags gab es einen Tag der offenen Tür. Im August folgt dann die Feier bei den Brandschützern in Ahrenlohe, deren Heimat ebenfalls vergrößert und runderneuert wird.

Das Projekt in Esingen ließ sich die Stadt 1,446 Millionen Euro kosten. "Wir sind mit dem Geld ausgekommen", so Bürgermeister Roland Krügel. Der Verwaltungschef machte deutlich, dass aufgrund der starken Bautätigkeit in der Stadt eine Erweiterung der Wache notwendig war. "Wir haben als eine der ersten Kommunen in Schleswig-Holstein einen Brandbedarfsplan erstellt", sagt Krügel. Er habe ergeben, dass eine Zusammenlegung der Wehren an einem Standort nicht sinnvoll sei, wohl aber eine stärkere Verzahnung. So verfüge Esingen nun über die Werkstattbereiche und das Lager, Ahrenlohe dagegen über die Kleiderkammer und die Basis der Jugendfeuerwehr.

In Esingen haben die 63 Feuerwehrleute nun doppelt so viel Platz wie zuvor. Die bisher 504 Quadratmeter große Wache wurde um 547 Quadratmeter ergänzt. So kam unter anderem eine Fahrzeughalle mit fünf Plätzen dazu, so dass dort jetzt sieben Fahrzeuge Platz finden. Optional könnte auch ein Drehleiterfahrzeug hinzukommen. "Auf Dauer werden wir mit der Drehleiter aus Uetersen nicht mehr auskommen", sagt Krügel.

Baubeginn war Anfang März 2012, die neuen Räume können von der Wehr bereits seit Ende 2012 genutzt werden. Wehrführer Günther Pieper freut sich. "Wir müssen unsere Fahrzeuge endlich nicht mehr draußen parken". Nur ungern erinnere er sich an Zeiten im Winter zurück. "Wir mussten erst einmal Eis kratzen, bevor es zum Einsatz ging". Der Wehrführer bedankte sich bei den Nachbarn der Wehr, die die Einschränkungen während der Bauphase geduldig ertragen haben und bei den Torneschern, die während der Bauzeit nur 68 Mal die Esinger Wehr zur Hilfe riefen. Pieper: "Nur 18 Alarmierungen fanden zwischen 7 und 18 Uhr statt, so dass der Baubetrieb kaum beeinträchtigt wurde." Den symbolischen Schlüssel zur neuen Wache nahm Pieper aus den Händen von Katja Tewes, Geschäftsführerin des Architekturbüros Butzlaff Tewes, entgegen.