Pinneberg

Gute Noten für die Weiterbildung im Kreis Pinneberg

Bewertung des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung liegt vor

Pinneberg. Gute Noten für den Weiterbildungsverbund im Kreis Pinneberg. Dies ergab eine Qualitätsüberprüfung, die das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung (DIE) zwischen Mai 2012 und Januar 2013 im Auftrag des schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministeriums vorgenommen hat und deren Ergebnisse nun vorliegen.

"Nach den Evaluierungsergebnissen hat sich das Verbund-Konzept in Schleswig-Holstein mit den Schwerpunkten Kooperation und Koordination, Information und Beratung, Transparenzverbesserung sowie Qualitätssicherung bewährt", sagt Susan Remé von der VHS Pinneberg, die die Projektleitung des Verbundes Kreis Pinneberg innehat. "Jeder unserer vier Kernbereiche wurde vom DIE positiv bewertet." Allerdings gebe es die Empfehlung, den Arbeitsbereich Qualitätssicherung auf die übrigen Bereiche zu verteilen.

Weiterbildung spielt für Arbeitgeber und -nehmer zunehmend eine wichtige Rolle. Seit 1998 existiert in Schleswig-Holstein ein Netzwerk von regionalen Weiterbildungsverbünden (WBV), aktuell besteht dieses Netzwerk aus zehn Partnern im Land. Die Federführung im Kreis Pinneberg, der 28 Partner-Institutionen umfasst, hat die Volkshochschule (VHS) der Kreisstadt.

Kristian Lüdtke, der beim Verbund die Qualifizierungsberatung übernimmt, weiß, wie wichtig die Erwachsenenbildung ist: "Ein Unternehmen kann nur wettbewerbsfähig bleiben, indem es seine Mitarbeiter fortbildet." Gerade für kleine und mittelgroße Unternehmen sei das wichtig. Außerdem veränderten sich auch die Erwartungen der Arbeitnehmer an die Betriebe. VHS-Leiter Wolfgang Dohmeyer bringt es auf den Punkt: "Fortbildung ist Wirtschaftsförderung pur."

Auch die Mitglieder des Weiterbildungsverbundes im Kreis Pinneberg sehen die Arbeit positiv. "Die Kooperation mit den Verbundspartnern und die Koordination der Aktivitäten wird als sehr gut angesehen", sagt Susan Remé. "Auch im Bereich Struktur liegen wir über dem Durchschnitt."

Die Qualitätsüberprüfung kommt für den WBV genau zur rechten Zeit. Denn das Projekt finanziert sich zu 50 Prozent aus EU-Mitteln, das Land Schleswig-Holstein übernimmt 20 Prozent der Kosten. Die übrigen 30 Prozent werden mit Eigenmitteln des Verbundes bezahlt. Die derzeitige Förderperiode der EU läuft Ende 2013 aus, wohin die Mittel in der darauffolgenden Periode fließen werden, steht noch nicht fest. "Eine so gute Bewertung durch ein unabhängiges Institut wie das DIE kommt uns da sehr gelegen", sagt Remé. Unter www.wbv-pinneberg.de gibt es Informationen zum Angebot des Weiterbildungsverbundes.