Appen

Neue Luftwaffenschule zeigt Flagge

In Appen wurde mit einem Appell die Umstrukturierung der Bundeswehr-Einrichtung formal vollzogen

Appen . Die alte Schule ist Geschichte, es lebe die neue Schule. Im Jahr des 25. Geburtstags des einzigen Bundeswehrstandortes im Kreis Pinneberg ist jetzt die Umstrukturierung der Unteroffizierschule der Luftwaffe (USLw) in Appen formal vollzogen. Beim Aufstellungsappell in der Marseille-Kaserne verwies Schulkommandeur Oberst Klaus-Christian Kuhle auf die Symbolik des Wappentiers der USLw: "Der Phoenix erneuert sich immer wieder neu."

Passend zum Neustart der Schule, die in den vergangenen 25 Jahren von mehr als 100.000 Unteroffizieren der Luftwaffe aus ganz Deutschland durchlaufen worden ist, spielte das Marinemusikkorps Ostsee aus Rostock das USLw-Lied "Start in die Wolken". Dies übrigens nicht unter freiem Himmel, sondern im Tanzsaal des Unteroffiziersheims. Dass ein solcher Appell mit Aufmarsch und Fahnenparade - dem Winterwetter geschuldet - vom Antreteplatz in die warme Stube verlegt wurde, dürfte in der USLw-Geschichte nicht oft vorgekommen sein. . .

Umstrukturierung bedeutet für die USLw bis Ende des Jubiläumsjahres vor allem auch Verschlankung: Die Zahl der Dienstposten an den Schulstandorten Appen und Heide wird von zuvor 510 auf künftig 382 reduziert. Die Zahl der jährlichen Lehrgangsteilnehmer verringert sich von mehr als 9200 auf knapp 8000. Statt bislang drei wird es nur noch zwei Lehrgruppen geben. Während eines feierlichen militärischen Akts wurde die Truppenfahne der bisherigen III. Lehrgruppe abgesenkt. Dann entfernte der Schulkommandeur die Fahnenbänder der aufgelösten Einheiten. Im Anschluss wurden die jeweils neu formierte I. und II. Lehrgruppe vor mehr als 100 Ehrengästen aus Politik und öffentlichem Leben neu aufgestellt. Kuhle übergab die Truppenfahnen an die Lehrgruppenleiter Oberstleutnant Heino Truelsen und Oberstleutnant Matthias Axt.

Vorteil der neuen Struktur ist laut dem USLw-Kommandeur, dass administrative Aufgaben von Ausbildern abgezogen worden seien, damit sich die Lehrer auf ihr Kerngeschäft konzentrieren könnten. Dafür habe man die Ausbildungsunterstützungsgruppe ins Leben gerufen. Neu ist auch ein internes Qualitätsmanagement. Der Oberst sagte in Richtung der angetretenen Soldaten: "Ich bin stolz auf Sie."