Leserbriefe an die Redaktion

Fass ohne Boden

20. März "Halstenbek verkauft die Schulareale"

Die kostenrelevanten Entscheidungen zu kommunalen Bauprojekten Halstenbeks haben einen gemeinsamen Nenner: Investitionskosten sparen und erheblich mehr in die Zukunft verlagern; Neubau von Turnhalle, Schule und Gymnasium werden nicht sogleich bezahlt, sondern geleast.

Nach meinen beruflichen Erfahrungen gehört nun auch die Befestigung des Rathausvorplatzes in diese Kategorie. Eine "weiche, wassergebundene Deckschicht" aus Grand oder Brechkies ist selbst für eine Fläche, die nur gelegentlich befahren wird, ebenso ungeeignet wie Betonplatten, besonders, wenn sie kaum Gefälle haben soll. Das gilt für den Rathausplatz genauso wie für den Parkplatz vor dem Haupteingang zum Krupunder Seegebiet, wo es Halstenbek über Jahrzehnte nicht schafft, einen verkehrssicheren Zustand zu gewährleisten.

Schlagloch an Schlagloch - kostenmäßig ein Fass ohne Boden!

Über die Jahre erfordert die Instandhaltung von Pflaster am wenigsten, die von Asphalt dagegen wesentlich mehr und die von Grandbelägen extrem viel Geld, selbst wenn Letztere nur von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden.

Ich kann vor dem Vorhaben, eine noch schlechtere Lösung als die zu Bruch gegangene Betonplattenoberfläche zu wählen, nur dringend warnen.

Muss es denn schon wieder ein unbewährtes Bauverfahren wie beim Knickei sein?

Dr. Hans Bossemeyer

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