Elmshorn

Familienbildungsstätten leiden unter Zuschusskürzungen

Grünen-Fraktionschefin lobt Einrichtungen als vorbildlich

Wedel/Elmshorn . Eka von Kalben kam, sah und lobte. Während ihres Besuches bei den Familienbildungsstätten im Kreis Pinneberg informierte sich die Landtagsabgeordnete und Grünen-Fraktionschefin über die Arbeit der Einrichtungen. Am Ende fuhr sie beeindruckt und motiviert zurück nach Kiel. Das, was die Familienbildung in Wedel bereits leistet, wünscht sich Kalben landesweit. Die Einrichtung von Familienzentren ist auch als Ziel im Koalitionsvertrag festgehalten. Als Vorbild für die zentralen landesweiten Anlaufstellen könnten die Einrichtungen im Kreis Pinneberg dienen. "Hier wird bereits abgedeckt, wohin wir wollen. Hier gibt es Ansätze, die sich auf andere Städte übertragen lassen", so Kalben.

Die Lobeshymne der Grünenfraktionschefin war ein wenig Balsam für die Seele von Ulrike Wohlfahrt. Die Leiterin der Familienbildung in Wedel hat es derzeit nicht leicht. Sie plagen finanzielle Sorgen. Seit Jahren streicht das Land die Zuschüsse. 31 Prozent (7580 Euro) weniger musste Wedel verkraften, die Familienbildungsstätte Elmshorn traf es noch schlimmer. Hier wurde um 45 Prozent, rund 15.000 Euro, gekürzt. Die Einrichtung kann sich nur mit Spenden noch über Wasser halten. Auch Wohlfahrt hofft auf Sponsoren. Nachdem die Stadt Wedel Zuschusskürzungen in Höhe von weiteren 3000 Euro für 2014 angekündigt hat, weiß die Leiterin sich nur noch mit Personaleinsparungen und Verringerungen der Öffnungszeiten zu helfen. "Wir haben schon an vielen Stellschrauben gedreht. Unter anderem haben wir die Kursusgebühren erhöht. Wir sind am Limit", so Wohlfahrt. Kalben versprach, sich für die Bereitstellung weiterer Mittel einzusetzen.