Leserbriefe an die Redaktion

Leserbriefe an die Redaktion

| Lesedauer: 2 Minuten

Dilemma

13. März "Pinneberger rügen Pinneberg"

Zum Glück wohnen wir in Halstenbek und nicht in Pinneberg. Wenn wir allerdings einmal zur Bank müssen, die in der Fußgängerzone liegt, fällt einem immer wieder die Trostlosigkeit dieser Straße auf. Viele Läden stehen leer, und der Rest ist an Ketten oder Billigläden vermietet. Wer soll denn da noch einkaufen oder sich zum Kauf inspirieren lassen? Die ganze Stadt macht einen sehr unpersönlichen Eindruck, fast alles Alte ist mittlerweile abgerissen und durch gesichtslose Einheitsbauten ersetzt worden, besonders wohl in den 1970er Jahren. Wir als gebürtige Hamburger fahren natürlich zum Einkaufen nach Hamburg zum Beispiel Elbe (circa zwölf Minuten), dort sind alle höherwertigen Läden vertreten, die Pinneberg nicht zu bieten hat.

Auch kulinarisch ist nicht viel los, außer natürlich dem Cap Polonio oder dem Rigoletto, die wirklich sehr anspruchsvoll sind. Dort fühlen wir uns sehr wohl. Selbst das an sich sehr schöne Restaurant in der Landdrostei kann man seit dem Weggang von Peter Löffler vergessen, da könnte man wirklich mehr daraus machen. In einem Punkt muss ich aber Pinneberg loben, die Sommer-Jazz Veranstaltung ist wirklich spitze, was die kleine Stadt da auf die Beine stellt, ist wirklich toll. Abgesehen von dieser Veranstaltung zieht es uns aber in keiner Weise in die Stadt, Hamburg ist uns näher und natürlich interessanter, das ist vielleicht auch das Dilemma der ganzen Situation. Sie haben in Ihrem Artikel noch gefragt "Langweilig und provinziell?" Ich würde diese Frage eher mit einem Ausrufezeichen versehen.

Jürgen Dithmar

Ohne Saft und Kraft

Wir leben seit fast 40 Jahren in Pinneberg und haben die verschiedensten "Exekutiven" der Stadt erlebt. Stets hatte man zumindest das Gefühl, dass Zauderer, Bedenkenträger oder Kumpaneien die Macht hatten, nötige Entwicklungen, besonders städtebaulicher Art und im Hinblick auf gewerbliche Ansiedlungen, zu verhindern oder so lange zu blockieren, bis Nachbarorte diesen Part übernommen haben. Das Ergebnis ist das heutige Pinneberg ohne "Saft und Kraft". Mit einem Stadtkern, der den Totenhauch ausstrahlt. Mit Ausnahme der Drostei (Kreisangelegenheit) und dem Drosteiplatz an Dienstagen und Donnerstagen (Markttage).

Hans Paulus

Die Zuschriften geben die Meinung der Einsender wieder. Kürzungen vorbehalten. Schreiben Sie an pinneberg@abendblatt.de oder per Post an das Hamburger Abendblatt, Regionalausgabe Pinneberg, Lindenstraße 30, 25421 Pinneberg

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Pinneberg