Selenogradsk

Reise an die Kurische Nehrung

Mit dem Verein Selenogradsk Land und Leute kennenlernen. Wohnen in russischen Familien

Elmshorn/Selenogradsk. Leute und Landschaft kennen und schätzen lernen - das bietet seit 17 Jahren der Verein Selenogradsk mit interessanten Reise-Angeboten in das russischen Selenogradsk, dem einstigen Seebad Cranz und Tor zur Kurischen Nehrung.

Die Begegnung zwischen Deutschen und Russen steht dabei immer im Mittelpunkt. Es ist eine Reise an die russische Bernsteinküste, abseits der Reisebus-Touristenprogramme.

Die Teilnehmer lernen nicht nur die Landschaft und das Strandleben kennen, sondern auch den russische Alltag. Und den besonders nah: Die Unterbringung erfolgt in Familien vor Ort. Angst vor mangelnden Sprachkenntnissen müssen die Reisenden nicht haben. "Unser Verein bietet seit Langem Deutschkurse in Selenogradsk an. Viele Russen sind sehr daran interessiert, die Sprache zu erlernen", sagt Gabriele Kascha aus Elmshorn, die Vorsitzende des Vereins Selenogradsk.

Der Verein bietet in diesem Jahr eine Zwölf-Tage-Reise in die russische Partnerregion des Kreises Pinneberg an, und zwar vom 19. bis zum 30. Juli. In den vergangenen Jahren waren alle Reisen dorthin ausgebucht.

Fast ein halbes Jahrhundert lang existierte die Kurische Nehrung für viele nur in der Erinnerung. Die 98 Kilometer lange und 3,8 Kilometer breite Landzunge hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich, die nördliche Hälfte gehört zu Litauen, die südliche zu Russland. Die Kurische Nehrung gehört zu den interessantesten Landschaften Europas, beispielsweise gibt es dort die zweithöchsten Wanderdünen Europas mit bis zu 70 Meter Höhe. Der russische Teil gehört zum Partnerkreis Selenogradsk. Außer Fahrten zur Nehrung und nach Kaliningrad, dem ehemaligen Königsberg, und in die Oblast, gibt es gemütliche Treffen mit den Bürgern des Partnerkreises.

Vor allem aus Moskau kommen von Jahr zu Jahr mehr Feriengäste, die staatlichen Kur-Sanatorien sind stets ausgebucht. Überall wird gebaut, vor allem schicke, villenartige Privathäuser, aber auch neue moderne Hotels und Restaurants. Der Tourismus boomt.

Als bewährte Reiseführer stehen deutschsprachige Mitglieder des russischen Partnerschaftsvereins zur Verfügung. Auf der Hinfahrt wird in einem Hotel in Polen übernachtet. Auf der Rückreise geht es durch den litauischen Teil der Kurischen Nehrung bis nach Klaipëda, wo in einem Hotel übernachtet wird. Von dort geht es mit dem Schiff nach Kiel.

Im Reisepreis von 770 Euro sind die Kosten für Unterbringung, Schifffahrt, Busfahrt, Frühstück, Abendessen, Visa und die Ausflüge enthalten. Weitere Informationen über Reise und Zielgebiet sind unter www.selenogradsk.de abrufbar. Für die Fahrt sind noch Plätze frei. Anmeldungen und Unterlagen können unter Telefon 04121/923 85 angefordert oder im Internet heruntergeladen werden.