Kiel

Aussagen zum Y-Modell an Gymnasien irritieren Schulleiter

Vier Gymnasien würden gern das Y-Modell fortführen, das Schülern die Wahl lässt, in acht oder neun Schuljahren das Abitur zu erreichen.

Barmstedt/Kiel. Vier Gymnasien im Land würden gern das Y-Modell fortführen, das Schülern die Wahl lässt, in acht oder neun Schuljahren das Abitur zu erreichen. Dazu gehören das Elsensee-Gymnasium in Quickborn und das Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Gymnasium in Barmstedt. Laut Koalitionsvertrag soll das Y-Modell verschwinden, das in Barmstedt und Quickborn seit 2002 praktiziert wird. Doch nun gibt es widersprüchliche Aussagen aus Kiel, die Barmstedts Schulleiter Wolf-Rüdiger Salbrecht verwirren.

So gratuliert CDU-Abgeordneter Peter Lehnert in einer Mitteilung, dass das Y-Modell nun Bestandsschutz genieße. "Meine offizielle Anfrage dazu hat die Schulaufsichtsbehörde nicht beantwortet", sagt Salbrecht. Ministerin Waltraud Wende habe erklärt, dass sie sich für das Y-Modell einsetzen wolle, sagt Sprecher Thomas Schunck. "Aber eine Entscheidung gibt es noch nicht." Grünen-Fraktionschefin Eka von Kalben sagt, sie könnte sich eine Zukunft des Y-Modells vorstellen, wenn die CDU einem Schulkonsens zustimmte.

"In Barmstedt gibt es im fünften Jahrgang drei G9- und eine G8-Klasse", sagt Salbrecht. Der große Vorteil bestehe darin, dass die Klassen homogener seien. "Die G9-Schüler blühen regelrecht auf. Ohne die Überflieger, die jetzt in G8 sind, kommen sie viel besser zum Zuge."