Leserbriefe an die Redaktion

Leserbriefe an die Redaktion

Augen zu und durch

Diverse Berichte über die Verkehrssituation in Tornesch

Die Interessengemeinschaften von Tornesch wiederholen gebetsmühlenartig ihre Warnungen vor dem drohenden Verkehrs-GAU und bitten sowohl Verwaltung als auch Bürgermeister Krügel um Gehör und Korrektur des eingeschlagenen unausgegorenen Expansionskurses. Doch wie von Geisterhand gesteuert drehen sich CDU und SPD weg und wollen die Realität vermutlich nicht wahrhaben. Frei nach dem Motto Augen zu und durch.

Auch die jüngste Verkehrszählung im Baumschulenweg, einer schmalen verkehrsberuhigten Straße und direkt an einem stark frequentierten Kindergarten gelegen, die sage und schreibe pro Tag bis zu 1300 Fahrzeuge, 53 Lkw und eine Spitzengeschwindigkeit vom 93 Kilometer pro Stunde (!) zutage brachte, erzeugte subjektiv bei den Beteiligten nicht mehr als ein Achselzucken. Dass nun der Baumschulenweg (wie auch der Lindenweg) direkt am Mega-Neubaugebiet Tornesch am See gelegen ist und nach Fertigstellung einen Verkehrszuwachs von etwa 50 Prozent gemäß seriöser Gutachten zusätzlich zu verkraften hat, scheint derzeit keinen Entscheider zu interessieren. Und dass erneut in einer Woche mit Feiertag gezählt worden ist, war bestimmt keine Absicht, sondern nur wieder ein "Bürofehler". Bestimmt.

Jens K.- F. Kampe, Tornesch, Interessengemeinschaft Lindenweg

Abgehoben

22. Februar "Landtag stärkt direkte Demokratie"

Wie abgehoben muss der Landrat Oliver Stolz sein, wenn er öffentlich Bürger beschimpft: "Nun besteht die Gefahr, dass eine kleine Bürgermeute die Entwicklung einer Stadt verhindert".

Herr Landrat, immerhin haben beispielsweise 2538 Schenefelder Bürger in einem Bürgerbegehren dafür gestimmt, dass der Landschaftsplan der Stadt Schenefeld nicht geändert wird. Diese Bürger als Meute zu bezeichnen ist ungeheuerlich.

Jetzt wird auch deutlich, warum Ihre Behörde unser Bürgerbegehren für unzulässig erklärt hat. Dagegen läuft jedoch, wie Sie wissen, eine Klage vor dem Verwaltungsgericht in Schleswig.

Rüdiger von Ancken, Sprecher der Bürgerinitiative "Wohnqualität im Grünen"

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