Einwanderinnen stehen im Mittelpunkt

Quickborn feiert internationales Frauenfest mit Tänzen und kulinarischen Spezialitäten aus verschiedenen Ländern im Gemeindehaus

Quickborn. Der Internationale Frauentag wird in Quickborn wieder mit einem internationalen Frauenfest im Gemeindehaus der Kirchengemeinde Quickborn-Hasloh gefeiert. Es beginnt am Sonnabend, 9. März, um 15 Uhr in den Räumlichkeiten an der Ellerauer Straße 2.

Veranstaltet wird es von Quickborns Gleichstellungsbeauftragten Gisela Glock-Pick, Elwira Flohr vom Diakonieverein Migration, Andja Zdravac von der Caritas-Migrationsberatung und Gisela Peschel vom Deutschen Frauenring.

"Wir laden alle Frauen Quickborns dazu ein, egal, woher sie kommen oder welcher Nationalität sie angehören", sagt Gisela Glock-Pick. Oft sei es sogar so, dass dieses internationale Frauenfest gerade Migrantinnen anspreche, die sich sonst eher nicht trauten, zu öffentlichen Veranstaltungen zu gehen.

Das Fest steht dieses Jahr unter dem Motto: Frau und Beruf. "Gerade Einwanderinnen werden im Arbeitsleben in Deutschland noch oft diskriminiert, weil die Berufsabschlüsse aus ihren Heimatländern hier nicht anerkannt werden", weiß Andja Zdravac aus ihren vielen Beratungsgesprächen. Sie sage den Frauen dann immer, wie wichtig es sei, die deutschen Sprachabschlüsse zu machen und sich neu zu orientieren. Für die Unterhaltung des Frauenfestes wird eine türkische Folkloregruppe sorgen. Es wird gesungen und getanzt, und es werden Tänze aus verschiedenen Ländern aufgeführt, kündigt Glock-Pick an. Sie bittet alle Teilnehmerinnen, eine kulinarische Spezialität aus ihrem Heimatland für das Buffet mitzubringen. "Für die Getränke und Musik sorgen wir." Die Teilnahme ist kostenlos.

Den Frauentag gibt es in Deutschland seit 1911. Er wird weltweit immer am 8. März begangen. Seinen Ursprung hatte er in Streiks und Demonstrationen von Textilarbeiterinnen, die für bessere Arbeitsbedingungen und bessere Bezahlung kämpften.

"Dieses Thema ist auch heute noch aktuell zum Beispiel in Asien, wo Näherinnen zu Niedrigstlöhnen und unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen preisgünstige Kleidung für westliche Textilunternehmen anfertigen müssen", sagt die Gleichstellungsbeauftragte.