Mit Oma Lemke ist nicht zu spaßen

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Eine resolute Rentnerin steht im Mittelpunkt bei "Allens in'n Griff", der neuen Komödie vom Amateurtheater "pinneberger bühnen"

Pinneberg . Verbrecher sind das. Oma Lemke hat es im Gefühl. Die beiden Herren, die angeblich eine private Unterkunft suchen, um die Landwirtschaftsausstellung zu besuchen, sind bestimmt üble Halunken. Denn sie verhalten sich merkwürdig, seit sie ein Zimmer bei ihr angemietet haben. Vielleicht haben sie es ja auf den Tresor in der Bank abgesehen, deren Filiale Wand an Wand mit Omas Wohnzimmer liegt.

Wenn nur ihre Kinder nicht stundenlang auf sie eingeredet hätten, dass die neuen Mieteinnahmen die Haushaltskasse der Familie stattlich füllen würden. Nun hat sie den Salat – und auf ihrer alten Tage muss sie sogar noch zur Waffe greifen, um sich und ihre Lieben zu verteidigen.

„Allens in’n Griff“ heißt der plattdeutsche Schwank in fünf Akten, den die „pinneberger bühnen“ vom 12. Februar an im Geschwister-Scholl-Haus, Bahnhofstraße 8, in Pinneberg zeigen. Das amüsante Stück aus der Feder des früheren Ohnsorg-Intendanten Konrad Hansen hatte es Regisseur Hartmut Tank schon angetan, als er es 1990 zum ersten Mal im Theater sah. Tank, der seit 20 Jahren Vorsitzender des Amateurtheatervereins ist, erfüllt sich nun zum runden Ehrenamtsgeburtstag den Wunsch, den er schon damals hatte: „Ich wollte es immer selbst einmal inszenieren“. Das ist ihm dank seines Ensembles gut gelungen: Helga Hadewig als resolute Oma, Christian Hoffmann als Schwiegersohn Hannes, die Enkel, gespielt von André Gohr und Mareijke Toschka und Claus Meincke mit Nils Gerhardt als Panzerknackerduo bewegen sich auf der Bühne, als wären sie in Omas Requisiten-Wohnzimmer tatsächlich zu Hause. Und obwohl die Rolle der Tochter Rosemarie Christine Semmelhacks Platt-Premiere ist, verkörpert sie das lockenwicklerbestückte Heimchen in Hauskittel und Schlappen, als sei es ihre Stammrolle.

Ob die Familie Opfer der Bankräuber wird oder doch eher anders herum, erfahren die Zuschauer erst nach rund 100 kurzweiligen Spielminuten. Premiere ist am Dienstag, 12. Februar, um 20 Uhr. Bis Sonnabend, 16. Februar, zeigt das Ensemble die Komödie jeden Abend um diese Zeit, am Sonnabend zusätzlich um 15 Uhr, zum letzten Mal am Sonntag, 17. Februar, 15 Uhr. Karten gibt es für neun Euro, ermäßigt acht Euro, beim „bücherwurm“, Dingstätte 24. Tickets können aber auch ab sofort online unter www.pinneberger-buehnen.de gebucht werden.

( (kor) )

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