Kommentar

Mehr Geld in die Zukunft stecken

Es wird immer schwieriger, Menschen für ehrenamtliche Tätigkeiten zu gewinnen. Das gilt nun leider auch für die Feuerwehren. Doch gerade in diesem Bereich ist ehrenamtliches Engagement wichtig, im wahrsten Sinn des Wortes überlebenswichtig. Feuerwehrleute setzen ihr eigenes Leben ein, um Menschenleben zu retten. Und sie tun es unentgeltlich.

Sobald in diesem Bereich der Faktor Ehrenamt wegfällt, wird es teuer. Sehr teuer sogar. Eine Berufsfeuerwehr kostet viel Geld. Geld, das die chronisch klammen Kommunen im Kreis nicht haben. Elmshorn leistet sich seit Mitte 2012 drei zusätzliche hauptamtliche Feuerwehrleute und zahlt dafür 140 000 Euro pro Jahr. Nicht auszudenken, wenn die Stadt die Zahl der Vollzeit-Kräfte noch weiter erhöhen müsste.

Um das zu verhindern, ist die Nachwuchs-Werbung für die Feuerwehren entscheidend. Im Kreis Pinneberg sind die Brandschützer auf dem richtigen Weg. Flächendeckend gibt es Jugendfeuerwehren, in denen die Jugendlichen das Einmaleins des Feuerwehrwesens erlernen. Und sobald der Nachwuchs erwachsen wird, folgt in der Regel der Übertritt in die Einsatzabteilung der richtigen Wehr.

Dass die Jugendwehren bisher nicht unter Nachwuchsmangel leiden, zeigt die Attraktivität des ehrenamtlichen Dienstes in der Feuerwehr. Darauf lässt sich aufbauen und darauf muss aufgebaut werden. Jeder Euro, der in die Jugendfeuerwehren fließt, ist daher gut angelegt.