Schüler und Lehrer des Pinneberger Brahms-Gymnasiums engagieren sich gegen Rassismus

Pinneberg. Ein großes Schild am Eingang soll es unmissverständlich aufzeigen. Fremdenfeindlichkeit und andere Formen von Diskriminierung haben keinen Platz an der Johannes-Brahms-Schule (JBS) in Pinneberg. Das Gymnasium am Fahltskamp ist jetzt, als Teil eines bundesweiten Netzwerkes, offiziell als "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" ausgezeichnet worden. Christoph Helms vom Jugendamt der Kreisverwaltung überreichte die amtliche Urkunde an Lehrer und Schüler der JBS. "Rassismus findet häufig unterschwellig statt. Es ist toll, wenn junge Leute sagen: Mit uns nicht", sagte Eka von Kalben. Die Landespolitikerin aus Borstel-Hohenraden, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Kieler Landtag, hat die Patenschaft für die Anti-Rassismus-Initiativen an der JBS übernommen.

Dort beschäftigen sich Pädagogen und ihre Schützlinge schon seit langem mit dem Thema. Ganz aktuell haben Schüler des elften Jahrgangs unter Anleitung von Lehrer Jan Schulz Ideen für Projekte im laufenden Jahr entwickelt. Es sollen ein Konzert unter dem Motto "Brahms-Rock gegen Rassismus", wechselnde Ausstellungen zu verschiedenen Ländern und ein Multi-Kulti-Basar mit Essen und Tänzen stattfinden. Sogar auf dem stillen Örtchen erheben die Schüler ihre Stimme gegen Ausgrenzung. In Form einer Klozeitung. Das Argument: "Da hat man ja nichts zu tun." "Seit einigen Jahren schon machen sich viele unserer Schulen auf den Weg", so Christoph Helms vom Kreisjugendamt, "und zeigen auf, wo sie stehen."