Schüler machen Zeitung

Ein Lexikon der Fußballfans

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Simon Schuldt

Ein Versuch, die Anhänger der weltweit populärsten Sportart zu kategorisieren

Es gibt aus meiner Sicht drei Arten von Fußballfans. Das sind die ganz normalen Fans, die Hooligans und die Ultras.

Die normalen Fußballanhänger gehen ins Stadion, um ihren Verein anzufeuern oder sie sehen sich die Spiele zu Hause, im Fernsehen an.

Die Hooligans sind meist auf Gewalt aus. Sie treffen sich nach den Spielen, in der sogenannten 3. Halbzeit, mit Hooligan-Gruppen anderer Vereine, um sich mit ihnen zu prügeln. Dies geschieht meistens an abgelegenen Orten, da die Polizei nichts davon mitkriegen soll.

Sollen Fußballfans begründen, warum sie einer Hooligan-Gruppe beigetreten sind, geben die meisten an, dass es ein Kick sei, sich mit den verfeindeten Hooligans zu duellieren. Ein weiterer Grund: Der Zusammenhalt in so einer Hooligan-Gruppierungen sei sehr stark. Der Begriff Hooligan entstammt der englischen Sprache und bedeutet so viel wie Schlägertyp oder Raufbold. Es gab auch schon einige Todesfälle bei Schlägereien zwischen Hooligans. Adrian Maleika, Fan von SV Werder Bremen, starb am 17. Oktober 1982, einen Tag nach dem Überfall durch Hooligans auf dem Weg zum DFB-Pokalspiel zwischen dem Hamburger SV und SV Werder Bremen, in Hamburg an einem Schädelbasisbruch und Gehirnblutungen. Einige Hooligans haben auch Kontakt zur rechtsextremen Szene.

Die Ultras bezeichnen sich als eine besondere Organisationsform für fanatische Fußballanhänger. Oftmals kommunizieren die Vertreter der Ultras mit den Vereinen, um verschiedene Dinge zu organisieren. Ursprünglich kommt die Ultra-Bewegung aus Italien.

Erste deutsche Gruppen waren wahrscheinlich die "Fortuna Eagles Supporters1986" aus Köln oder die "Soccer Boyz", heute "Mad Boyz", aus Leverkusen. Heutzutage haben sowohl die meisten Mannschaften der oberen Spielklassen als auch die Vereine der unteren Ligen Ultra-Fans.

Ein relativ neues Problem in Stadien sind die bengalischen Feuer, die vermehrt von Ultras eingesetzt werden. Eigentlich sind sie verboten, aber viele Ultras schaffen es trotz Kontrollen, Bengalos ins Stadion zu schmuggeln. Im Internet kursieren diverse Bauanleitungen für Bengalos. Das Bengalo-Basteln kann schlimme Folgen haben. Die selbstgebauten Brennkörper können explodieren und schwere Verletzungen verursachen.

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