Handwerker bestiehlt in Rellingen eine 90 Jahre alte Frau

Rellingen. Ein Handwerker, der seine Kunden bestiehlt, ist in Rellingen aufgeflogen. Nach Polizeiangaben erleichterte der 42 Jahre alte Mann aus dem Kreis Steinburg eine 90 Jahre alte Seniorin um wertvolle Münzen sowie Geld. Die Beute war derart lukrativ, dass der Mann noch ein zweites Mal die Wohnung der alten Dame aufsuchte. Diese Gier wurde ihm jedoch zum Verhängnis.

Am 3. Januar hatte der 42-Jährige erstmals in der Wohnung der Seniorin zu tun, als er dort für Wartungsarbeiten eingesetzt war. Der selbstständige Gewerbetreibende nutzte einen unbeobachteten Moment aus und ließ Geld sowie diverse wertvolle Münzen mitgehen. An diesen Erfolg wollte der Mann Ende vergangener Woche anknüpfen. Er klingelte erneut bei der Seniorin und überredete sie, ihn mit weiteren, angeblich dringend notwendigen Wartungsarbeiten zu beauftragen.

Den somit gewährten Zutritt zur Wohnung nutzte der Mann dann gnadenlos aus, um weiteres Geld sowie Münzen einzustecken. Im Umfeld des Opfers war jedoch der erneute Besuch des Handwerkers nicht verborgen geblieben. Nach einem Tipp überprüften Polizisten den Steinburger unmittelbar nach dem Verlassen der Rellinger Wohnung. Dabei wurde das Diebesgut sicher gestellt.

Die Ermittlungen übernahmen daraufhin Beamte der Pinneberger Kripo. Sie veranlassten eine Durchsuchung der Wohnung des 42-Jährigen, wo umfangreiches Beweismaterial gefunden wurde. Der Handwerker kam nach seiner Vernehmung auf freien Fuß, weil keine Haftgründe vorlagen. Die Kripo prüft jetzt, ob sich der Mann gezielt ältere Kunden aussuchte, um diese dann zu bestehlen.

In diesem Zusammenhang warnen die Ermittler ausdrücklich davor, fremden Personen allzu vertrauensselig Zugang in die eigenen vier Wände zu gewähren. Insbesondere ältere Menschen sind bevorzugte Opfer von Ganoven. Diese gelangen häufig unter dem Vorwand, mit Wartungsbearbeiten beauftragt zu sein, in die Wohnung. "Lassen Sie Fremde in ihren eigenen vier Wänden besser nicht aus den Augen", rät Polizeisprecherin Sandra Mohr.