Wedeler spinnen Radwege-Netz

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Jörg Frenzel

Christdemokraten planen auf Trasse der Südumgehung den Bau neuer Strecken

Wedel. Als Bundesstraße hatte Wedels CDU die südliche Umfahrung der Altstadt abgelehnt, aber jetzt soll nach Ansicht der Christdemokraten doch Verkehr am Geestrand entlang fließen - zur Erleichterung aller Naturfreunde allerdings nur Fahrräder. Die CDU schlägt vor, gleich mehrere neue Wege zu bauen, die das Radeln angenehmer machen und so schnelle Verbindungen herstellen, dass mehr Bürger als bisher auf ihr Auto verzichten, um sich innerhalb der Stadt zu bewegen. Einer dieser Wege liegt auf der Trasse der "Südumgehung" und soll vom Gorch-Fock-Platz aus südlich in sicherer Entfernung zur Mühlenstraße, Rolandstraße und Teilen der Holmer Straße entlangführen. Etwa in Höhe der Straße Lüttdahl soll ein Abzweig und Weg Richtung Badebucht entstehen.

Der Antrag wird im nächsten Planungsausschuss diskutiert

Auf der nördlichen Seite der Mühlenstraße soll sich ebenfalls einiges tun: Vom Zentralen Omnibusbahnhof soll ein Weg quer durchs Autal mit Brücke über den Mühlenteich eine Alternative bieten Zudem soll ein Radweg vom Steinberg aus nördlich des Gebietes Lülanden Richtung Holmer Straße entstehen. Ein entsprechender Antrag, der alle neuen Verbindungen beschreibt, wird im nächsten Planungsausschuss diskutiert.

Ziel ist es, die stark befahrene Mühlenstraße zu entlasten, das Fahrrad als Alternative zum Auto zu stärken und so den Pkw-Verkehr möglichst zu mindern. "Wer künftig mit dem Rad von der Holmer Straße in die Bahnhofstraße fahren möchte, wird schneller ankommen, als wenn er sich mit dem Auto über die Bundesstraße mit ihren vielen Ampeln quälen muss", sagte Michael Schernikau, stellvertretender CDU-Fraktionschef und Planungsausschussvorsitzender. Die Trasse der Südumgehung stelle mit ihrer Topografie vor allem für die jüngsten und die älteren Verkehrsteilnehmer wegen der geringen Steigungen und Gefälle eine erhebliche Erleichterung dar.

Aber nicht nur die Wohngebiete am Geestrand und Lülanden würden besser an die Innenstadt angeschlossen, sondern auch die Schulwege zur Altstadt-Grundschule und zu den weiterführenden Schulen würden sicherer gestaltet, indem sie von der Achse Mühlenstraße/Rolandstraße verlagert werden.

Attraktive Routen auch für Fahrrad-Touristen

Mit positiven Folgen wird zudem für Erholungssuchende und Fahrrad-Touristen gerechnet, da der Regionalpark Wedeler Au besser einbezogen wird. Als Perspektive für die Zukunft könnte ein Radweg entlang des Geestrandes bis nach Holm auf der Trasse des jahrhunderte alten, aber derzeit schlecht nutzbaren Kirchstiegs gelegt werden.

Nach Angaben der CDU seien die Baumaßnahmen rasch umsetzbar. Es wird insgesamt mit Kosten in siebenstelliger Höhe gerechnet. Ein Teil könnte aus EU-Fördermitteln für den Regionalpark refinanziert werden.

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