Pinneberg
Spardebatte

SPD kritisiert planlose Kieler Ideen zur Rettung der FH Wedel

Die schwarz-gelbe Landesregierung handele gegenüber der Fachhochschule Wedel nicht nach dem Prinzip Hoffnung, sondern nach dem Prinzip "Kopf in den Sand".

Wedel. Anders könne er sich die Antwort auf eine Kleine Anfrage nicht erklären, die sein Kollege Martin Habersaat und er gestellt hätten, sagte der SPD-Landtagsabgeordnete Bernd Schröder aus Pinneberg zur aktuellen Debatte über die Finanzierung der privaten Fachhochschule.

Die Koalition in Kiel kürze den Zuschuss der Hochschule 2011 und 2012 um jeweils rund eine Viertelmillion Euro, also insgesamt um über 20 Prozent. Auf die Frage, wie die Hochschule das finanzieren solle, empfehle die Regierung der Fachhochschule, bei der örtlichen Wirtschaft "Rummelpott zu laufen", und im Übrigen solle sie aus ihren Studierenden "unrealistisch hohe Studiengebühren herausquetschen". "Wenn das nicht funktioniert und die Hochschule finanziell scheitert, fielen alle Studierenden in den öffentlichen Hochschulen dem Land auf die Tasche - ein schlechtes Geschäft", sagt Schröder.

Auch die SPD sei der Auffassung, dass sich die Privathochschule an den Einsparungen beteiligen müsse und habe beantragt, in beiden Haushaltsjahren je 100 000 Euro zu kürzen. Schröder: "Das hätte der Hochschule Bestandssicherung und Planungssicherheit gegeben."