Pinneberg
Elmshorn

Im Industriemuseum wird Klarschiff gemacht

Foto: Kuno Klein

Historische Segelschiffsmodelle "Flora" und "Dorathea" konnten dank einer Spende von Fielmann restauriert werden

Pinneberg. Lange Zeit blieben zwei Schiffsmodelle des Elmshorner Industriemuseums im verborgen. Der Grund: Das Modell des Elmshorner Walfängers "Flora", das Emil G. Bai gebaut hatte, und des Segelschiffes "Dorathea", dass einst der Elmshorner Schiffszimmermann Heinrich Göttsch gebaut hatte, waren in einem jämmerlichen Zustand. Dank einer großzügigen Spende der Fielmann AG konnte das Museum die beiden Schiffe jetzt von Wilfried Botha, der auch Modelle für das Altonaer Museum restaurierte, wieder auf Vordermann bringen lassen.

Die restaurierte "Flora" kann noch bis zum 24. Oktober im Rahmen der Sonderausstellung "Walfang im Eismeer" im Elmshorner Industriemuseum an der Catharinenstraße 1 besichtigt werden. 1816 gründeten 15 Elmshorner Handwerker und Gewerbetreibende eine Reederei und kauften die "Flora", um sie von der Krückaustadt aus zum Wal- und Robbenfang ausfahren zu lassen. 1872 endete die Elmshorner Ära des Walfangs vor Grönland, da die Fänge immer geringer wurden. Darüber ist mehr in der Sonderausstellung zu erfahren, die im Rahmen der Öffnungszeiten des Industriemuseums dienstags, freitags und sonnabends von 14 bis 17 Uhr, mittwochs und sonntags von 10 bis 17 Uhr sowie donnerstags von 14 bis 19 Uhr zu besichtigen ist.

Während über die "Flora" relativ viel bekannt ist, tappt Museumsleiterin Bärbel Böhnke bei der "Dorathea" weitgehend im Dunkeln. Das Modell hatte der Sohn des Schiffszimmermanns Heinrich Göttsch dem Museum gestiftet. Sein Vater soll auf diesem Schiff zur See gefahren sein. Aber weder Heimathafen noch Routen, auf denen das Schiff eingesetzt wurde, sind bekannt. Wer mehr über das Barkschiff weiß, darf sich gern an das Industriemuseum wenden.

Der "Dorathea" ist schon anzumerken, dass sie ein Schiffszimmermann gebaut hat. Sie ist aufwendiger erstellt als das Modell der "Flora". Bärbel Böhnke freut sich, bald beide Schiffsmodelle wieder der Öffentlichkeit präsentieren zu können.

Wenn das Elmshorner Konrad-Struve-Haus der Ortsgeschichte von November an wieder geöffnet sein wird, dann wird es dort nicht nur zahlreiche neue Vitrinen geben, die Platz schaffen für die Präsentation der vielen Exponate, sondern auch die beiden restaurierten Schiffsmodelle werden dort ausgestellt.