Pinneberg
Holm

Kommunalpolitiker streiten um Kinderspielplatz

Die CDU ist für eine neue Anlage, die SPD dagegen

Holm. Braucht Holm einen neuen Kinderspielplatz? Um diese Fragen streiten sich Christ- und Sozialdemokraten seit Wochen. "Ja!" sagt CDU-Fraktionschef Uwe Hüttner energisch, der mit dem Bau des neuen Platzes an der Straßenecke Im Sande/Meierhof ein Wahlversprechen erfüllen und so das Vertrauen der Bürger rechtfertigen möchte. "Nein!" sagt ebenso vehement SPD-Fraktionsvorsitzender Dietmar Voswinkel, der das Geld lieber in bestehende Anlagen stecken möchte. In Ausschüssen und über ihre Publikationen liefern sich die Kontrahenten Wortgefechte.

Uwe Hüttner: "Holm muss für Familien etwas bieten. Deshalb haben wir schon im Wahlprogramm einen neuen Spielplatz versprochen, weil in der jetzt geplanten Gegend keine attraktiven Möglichkeiten sind. Die SPD war zunächst auch dafür, ist aber auf den Zug von Anwohnern aufgesprungen, die im Ausschuss dagegen gepöbelt haben." Dietmar Voswinkel: "Wir sind nur gegen diesen Spielplatz, weil wir bereits ausreichend Plätze haben. Die 30 000 Euro, die dafür eingeplant sind, wären besser in die Sanierung der bestehenden Anlagen investiert."

Der Ton wird rauer. Hüttner: "Das ist nicht realistisch. Viele Plätze sind aus den 70er-Jahren, sehr klein und geschnitten wie ein Schlauch. Da kann man nicht mehr viel machen. Die neue Anlage ist auf einer Fläche von 400 Quadratmetern geplant." Unter anderem soll eine Kletterlandschaft aus Rubinie den Nachwuchs begeistern. Hüttner: "Auf dieser Dorfseite der Bundesstraße haben wir bislang keine attraktive Anlage." "Quatsch hoch drei!", sagte Voswinkel dazu. "Da wohnen gar nicht genug Kinder in dem passenden Alter." Er befürchtet, dass die 30 000 Euro an anderer Stelle gekürzt werden.

"Das Geld ist seit langem im Haushalt eingestellt, ein Drittel ist sogar eine zweckgebundene Spende des Golfclubs. Der Spielplatz kommt", sagt Hüttner und bleibt gelassen. Seine Partei hat im Gemeinderat eine Zwei-Drittel-Mehrheit.