Pinneberg
Kommentar: Rellingen will Stau-Probleme lösen

Für ein Scheitern hätte niemand Verständnis

Seit mehr als 20 Jahren wird in Rellingen versucht, die permanenten Staus in der Ortsdurchfahrt abzubauen.

An Einfällen und Rezepten, Gutachten und Empfehlungen hat es nicht gefehlt - von der Devise "Den Stau mit dem Stau bekämpfen" bis zu Umfahrungen, Verschwenkungen und weiträumig gestreuten Vorwegweisern. Doch alle Expertisen wurden unerledigt zu den Akten gelegt. Realisiert worden sind noch nicht einmal eine Abbiegespur und Vollampel für den Verkehrsknoten Hauptstraße/Tangstedter Chaussee. Dafür wuchs die Blechlawine auf jetzt bis zu 15 000 Fahrzeuge täglich. Hauptgrund für das Scheitern aller Bemühungen ist das Zuständigkeitsgewirr zwischen Gemeinde, Kreis und Land. Die Behörden und Politiker sollten jetzt - gestützt auf zwei neue Verkehrsuntersuchungen - alles daran setzen, den Gordischen Knoten zu durchschlagen. Für ein erneutes Scheitern hätten die gestressten Bürger kein Verständnis.