Pinneberg
Kriminalpolizei ermittelt

Betrug: Angeblich notleidender Autofahrer verkauft "Schmuck"

Die Kripo warnt erneut vor Betrügern, die - aus einer angeblichen Notlage heraus - Schmuck zu Geld machen wollen. Der jüngste Fall der Serie ereignete sich Montagnachmittag in Quickborn.

Quickborn. Gegen 15.15 Uhr war ein Audi-Fahrer (46) aus Norderstedt auf der Friedrichsgaber Straße in Richtung Quickborn unterwegs. Unmittelbar vor der dortigen Autobahnbrücke stand ein roter Pkw mit litauischem Kennzeichen, dessen Fahrer wild gestikulierte und so den 46-Jährigen zum Anhalten brachte. Nachdem dieser das Fenster ein Stück öffnete, um eine Unterhaltung zu ermöglichen, gab sein Gegenüber an, kein Benzin mehr zu haben. Außerdem fehle ihm das Geld zum Tanken.

Als Gegenleistung für eine "Finanzspritze" bot der Autofahrer eine angeblich wertvolle Goldkette als Pfand an. Als der 46-Jährige nicht "anbiss", kam ein zweiter Mann hinzu, der zusätzlich zwei goldene Ringe anbot. Der Norderstedter nahm zwar die Ringe, rückte jedoch kein Geld raus. Er lieferte den Schmuck gleich darauf bei der Polizei ab und erstattete Anzeige. Laut einer ersten Sichtung sind die Ringe wertlos.

Die etwa 45 bis 50 Jahre alten Männer sind mit einem roten BMW, vermutlich der 5er-Reihe, unterwegs. An dem älteren Fahrzeug waren litauische Kennzeichen angebracht. Einer der Betrüger ist etwa 1,80 Meter groß, sein Komplize etwas kleiner. Beide haben kurze schwarze Haare und sprechen deutsch mit osteuropäischem Akzent. Hinweise zu ihnen und ihrem Fahrzeug nimmt die Kripo, Telefon 04101/20 20, entgegen.