Pinneberg
1809 wurde die Marienkirche geweiht

Bischöfin Maria Jepsen kommt zum 200. Geburtstag

Nach dem Festgottesdienst am Sonntag, 30. August, sind alle Besucher zum Empfang im großen Festzelt vor der Quickborner Kirche eingeladen.

Quickborn. Die Feierlichkeiten zum 200-jährigen Bestehen der Marienkirche in Quickborn erreichen in dieser Woche ihren Höhepunkt. Zunächst wird Propst Karl-Heinrich Melzer vom neuen Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein einen Festvortrag über den Architekten der Kirche, Christian Frederik Hansen, halten (Donnerstag, 27. August, 19 Uhr, siehe Kasten). Und am Sonntag, 30. August, fast auf den Tag genau 200 Jahre nach der Weihung des Kirchbaus an der Kieler Straße, wird Bischöfin Maria Jepsen von der Nordelbischen Kirche auf dem Festgottesdienst predigen, der um 10 Uhr beginnt.

"Wir freuen uns sehr, dass uns die Bischöfin besucht", sagt Vorstandsvorsitzender Hartmut Ermes. "Sie war noch nie hier." Falls die 200 Sitzplätze in der frisch renovierten Kirche nicht ausreichen sollten, um alle Besucher aufzunehmen, sei der Gottesdienst auch im Gemeindesaal live über einen Bildschirm zu verfolgen, kündigt Ermes an. Musikalisch begleitet wird der Gottesdienst von der Kantorei, dem Posaunenchor sowie einem Sopransolo der Quickborner Sängerin Katrin Janssen. Die Pastoren Claudia Weisbarth, Thomas Meyer und Jens Augustin werden die Andacht mit einer besonderen Liturgie gestalten. Nach dem Gottesdienst sind alle Besucher zum Empfang im großen Festzelt vor der Kirche eingeladen.

In einem Grußwort lobt Bischöfin Jepsen die Kirchengemeinde Quickborn-Hasloh, mit 7600 Mitgliedern die größte im ehemaligen Kirchenkreis Pinneberg, als eine "lebendige Gemeinde", in deren Zentrum der klassizistische Bau des Gotteshauses steht. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts würden die Menschen Sakramente und Rituale "neu zu schätzen" lernen und Kirchen als "Rückzugsräume in einer lauten und fordernden Welt" nutzen, schreibt die Bischöfin. "Auch dazu lädt die Marienkirche ein."

Die Geburtstagsfeier zum 200-jährigen Bestehen werde feierlich und festlich sein, verspricht Kirchenvorsteherin Irene Lühdorff. "Aber bestimmt nicht so förmlich und steif wie die Weihung vor 200 Jahren am 31. August 1809, einem Donnerstag."

Besonders stolz ist Kirchenvorstandsvorsitzender Ermes darauf, dass die Marienkirche von den 170 Gemeinden der beiden Kirchenkreise Hamburg-West und Hamburg-Ost mit ihren insgesamt 750 000 Kirchenmitgliedern und 425 Pastoren zur "Kirche des Monats" erklärt wurde.

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