Pinneberg
Umzug: Saalmiete wurde zu teuer

"pinneberger bühnen" mit neuer Heimat

Die Aufführungen finden in der neuen Spielzeit im Geschwister-Scholl-Haus an der Bahnhofstraße statt.

Pinneberg. Viele Jahre gehörten die "pinneberger bühnen" und das Hotel "Cap Polino" eng zusammen. Dort wurden Stücke der 1948 gegründeten Amateurbühne gezeigt. Jetzt endet die Zusammenarbeit. Mit der neuen Spielsaison 2009/2010 kehren die Amateurschauspieler dem Saal des "Cap" den Rücken und werden fortan im Geschwister-Scholl-Haus an der Bahnhofstraße in Pinneberg spielen.

Gern sind die "pinneberger bühnen" diesen Schritt nicht gegangen. "Die Atmosphäre war sehr schön im Cap Polonio", sagt Hartmut Tank, Vorsitzender des Theatervereins. Aber es waren wirtschaftliche Zwänge, die zu der Entscheidung führten, den Saal des Hotels am Fahltskamp als Aufführungsstätte zu verlassen. "Die Einahmen sinken wegen rückläufiger Zuschauerzahlen", sagt Tank. "Während sich die Saalmiete wegen der steigenden Energiepreise erhöhte." Man habe rechtzeitig die Reißleine ziehen müssen, bevor die Konten leer und die Ausgaben samt Saalmiete höher seien als die Einnahmen durch den Verkauf der Eintrittskarten.

Gert Hartenfels, stellvertretender Vorsitzender, ist sich sicher, dass es auch im Saal des Geschwister-Scholl-Hauses gelingen wird, den Besuchern Theaterambiente zu bieten. "Unser Ziel ist es, dass die Leute reinkommen und sagen: Oh, wie schön!" sagt er. Dafür werden die "pinneberger bühnen" hundert eigene Stühle mit blauer Polsterung anschaffen. Die sollen durch Spenden finanziert werden. Außerdem steht eine etwa 50 Quadratmeter Bühne zur Verfügung. "Die wird 80 Zentimeter hoch sein", sagt Tank. Das sollte ausreichen, damit alle Zuschauer gut sehen können, was auf der Bühne passiert. Nur auf einen Vorhang werden die Amateurschauspieler und das Publikum in Zukunft verzichten müssen.

Ein großer Vorteil für den Verein ist, dass die Stadt Pinneberg lediglich 15 Prozent der Einnahmen für die Raumnutzung fordert. So entsteht auch bei geringer Auslastung kein Minus durch die Raummiete. Außerdem werden die Bühnenmitglieder im Geschwister-Scholl-Haus das "Catering" selbst übernehmen. Vorteil für die Zuschauer: Die Eintrittspreise werden von zehn auf neun Euro sinken. Im Vorverkauf gibt es die Tickets auch weiterhin im Pinneberger "bücherwurm" an der Dingstätte.

Mit dem geringen Platz für Zuschauer, im "Cap" hatten 200 Leute Platz, wird die Anzahl der Vorstellung erhöht. In der Regel werden die Stücke von Dienstag bis Sonntag siebenmal aufgeführt. Zwei Termine werden für Senioren vorgehalten.

Das Eröffnungsevent im Theater im Geschwister-Scholl-Haus findet am 2., 3. und 4. Oktober mit einem Streifzug durch das Theaterleben der "pinneberger bühnen" statt. Dann heißt es: "Lampenfieber . . . und mehr".