Pinneberg
Quickborn: Spezialfirma im Einsatz

Aus dieser Wüste wird ein Golfplatz

Golfclub an der Pinnau investiert 1,7 Millionen Euro. Der "goldene" Abschlag ist für August geplant.

Quickborn

Wer mit dem Auto von Quickborn nach Pinneberg fährt, wundert sich zurzeit über seltsam anmutende Sandhügel oberhalb der Pinnauniederung in Quickborn-Renzel. Dort entsteht auf einem 34 Hektar großen ehemaligen Maisfeld ein neuer Golfplatz. 1,7 Millionen Euro investiert der Golfclub an der Pinnau in eine Neun-Loch-Anlage.

"Wir sind gut im Zeitplan", versichert Schatzmeister Klaus Günther bei einem Rundgang. Ende August soll der Platz eingeweiht werden mit dem "goldenen" Abschlag. Zwei Jahre lang hat der 1000 Mitglieder zählende Verein das Projekt geplant, dass dem Golfclub zusätzliche Mitglieder und ein flexibleres Spielen bescheren sollen. So können künftig die Golfer zwischen der 18-Loch-Anlage auf der gegenüberliegenden Seite der Pinneberger Straße und dem neuen Platz hin- und herpendeln und die Bahnen miteinander kombinieren. "Wir haben jetzt ein erheblich besseres Angebot", freut sich Günther.

100 000 Kubikmeter Erde sind bewegt worden.

Mit Baggern und Planierraupen haben 18 Mitarbeiter einer Spezialfirma aus Heide die neun "Flights", Bunker und Grüns in die Landschaft gebaut und drei große Auffangbecken angelegt. Die Golfanlage wird einen geschlossenen Wasserkreislauf haben. Die 180 Regner zur Bewässerung der Grünflächen werden aus den 40 000 Kubikmeter fassenden Teichen gespeist. Über eine Dränage fließt das Wasser von den Grüns direkt ab. Eine Pumpe und ein 300 Meter langes Rohrsystem sorgen dafür, dass der am tiefsten gelegene Teich nicht überläuft.

Die Umweltauflagen waren enorm. So mussten 23 Hektar Ausgleichsfläche geschaffen werden, auf die die sieben Kiebitze, die auf dieser Wiese nisteten, umsiedeln können. Im Juli wird ausgesät - eine besondere Kunst: 90 Kilogramm Saat soll die mit feinstem Sand, Kies und Torf modellierte Hügellandschaft zum Sprießen bringen. Allein für das Grün an den Löchern besteht jedes Gramm aus 15 000 Saatkörnern. Günther: "So wird das vier Millimeter flache Grün weich wie ein Teppich sein."