Pinneberg
Schenefeld: Interessengemeinschaft nicht zufrieden

Welche Schulform? Eltern wollen mitreden

Mehr als 1000 Eltern mit Kindern der Geburtsjahrgänge 1999 bis 2005 sind zu einem Info-Abend im Forum eingeladen.

Schenefeld

Nachhilfe ist ein bewährtes Mittel, um Bildungsdefizite auszugleichen. Nachhilfe in Sachen Information über die Schulangebote in Schleswig-Holstein gibt es am Donnerstag, 28. Mai, in Schenefeld. Und dabei geht es ganz konkret um die Zukunft der Haupt- und Realschule im Schenefelder Schulzentrum. Zwar hatte es bereits im Juni 2008 eine Entscheidung für eine Regionalschule gegeben. Doch die Interessengemeinschaft "Elternwunsch" will es dabei nicht belassen. Nicole Beneke, Anja Förster und Olaf Trutzel fordern eine Abstimmung der Mütter und Väter über die künftige Schulform in Schenefeld.

Wie berichtet, hat die Ratsversammlung auf Antrag der FDP-Fraktion einstimmig beschlossen, die Eltern über die Unterschiede der Regionalschule und Gemeinschaftsschule zu informieren. Mehr als 1000 Eltern mit Kindern der Geburtsjahrgänge 1999 bis 2005 wurden schriftlich eingeladen, an dem Info-Abend, der um 19 Uhr im Forum Achter de Weiden beginnt, teilzunehmen. Als neutraler Referent ist Hauke Krause vom Kieler Bildungsministerium dabei.

Die Initiatoren der Interessengemeinschaft hoffen auf vollzähliges Erscheinen der künftig betroffenen Eltern. Um auch die Mütter und Väter von den Kindergartenkindern zu informieren, ist die Initiative dabei, mit Flyern und Plakaten für den Termin zu werben.

Ziel ist es, nach dem Informationsabend eine Meinungsbildung der Eltern zu erreichen. Dabei setzen die Mitglieder von "Elternwunsch" auf Unterstützung der Fraktionen der Ratsversammlung. "Eine Entscheidung über die Schulform, die auf Grundlage einer Befragung der Eltern erfolgt, werden wir natürlich akzeptieren", versichert Nicole Beneke. Doch die engagierten Bürger verhehlen nicht, dass sie im Herzen für die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule sind. "Ich hoffe, dass der Informationsabend nicht zu einer Verkaufsschau für die Regionalschule umfunktioniert wird", sagt Trutzel.

Vom Experten aus dem Bildungsministerium erwarten die Eltern die klare Aussage, dass im Schenefelder Schulzentrum das Gymnasium auch erhalten werden kann, wenn eine Gemeinschaftsschule eingerichtet wird. "Wir haben uns in Kiel rückversichert, dass diese Lösung möglich ist", widerspricht Trutzel kursierenden Falschinformationen über ein angeblich drohendes Aus für das Gymnasium. Dass die Eltern mit der bisher angestrebten Regionalschule unzufrieden sind, lesen die Initiatoren auch an der Abwanderung in andere Gemeinden ab. Für die Hauptschule liegen bislang lediglich zehn Anmeldungen vor. Für jedes Schenefelder Kind, das außerorts eine Schule besucht, sind jährlich 1000 Euro Ausgleichszahlung fällig, die aus der Stadtkasse bezahlt werden müssen.