Pinneberg

Ein Obstgarten für die Japanische Schule

Was tun, wenn man gern einen Obstgarten hätte, aber der Platz dafür auf dem eigenen Grundstück nicht ausreicht? Das Halstenbeker Ehepaar Jürgen und...

Halstenbek. Was tun, wenn man gern einen Obstgarten hätte, aber der Platz dafür auf dem eigenen Grundstück nicht ausreicht? Das Halstenbeker Ehepaar Jürgen und Christa Heidorn fand eine optimale Lösung, die zudem noch anderen Menschen Freude macht. Die Heidorns spendierten den Obstgarten der Japanischen Schule, die an der Dockenhudener Chaussee ihrem Zuhause gleich gegenüber liegt.

Mit ihrer Idee stießen die Halstenbeker bei Kaoru Suzuki, dem Direktor der Japanischen Schule, sofort auf offene Ohren. Genügend Platz gibt es auf dem weitläufigen Gelände. Nach umfangreichen Pflanzarbeiten, die das Ehepaar selbst erledigte, fand im feierlich-fröhlichen Rahmen die Übergabe statt. Jürgen Heidorn machte daraus für die mehr als 100 Schul- und Kindergartenkinder gleich eine ebenso lehrreiche wie unterhaltsame Veranstaltung. In der Sporthalle erfuhren die Kinder, dass elf Apfelbäume, zwei Kirschbäume, drei Birnbäume, eine Zwetschge sowie zwei Heidelbeer- und sechs Johannisbeersträucher die vormals wild wuchernde Wiese beim Rodelberg auf dem Schulgelände zusätzlich beleben. Mit Lichtbildern zeigte Heidorn den Schülern nicht nur die Umgestaltung der Wiese, sondern auch, welche Kleintiere und Insekten sich dort künftig wohlfühlen werden.

Bis das erste Obst geerntet werden kann, braucht es allerdings noch ein Weilchen. Doch dann sollen die Ernte und die Verarbeitung von Äpfeln, Kirschen und Beeren den Natur- und Sachkundeunterricht in der Japanischen Schule auf schmackhafte Weise ergänzen. Jürgen und Christa Heidorn, die als Dankeschön Blumen und eine japanische Puppe bekamen, wollen die Obstwiese auch künftig pflegen und hegen. An Helfern dürfte dabei kein Mangel herrschen.