Pinneberg

Christian von Boetticher jetzt Ehrenritter

Uetersen. Der Pinneberger CDU-Europaabgeordnete Christian von Boetticher hat sich im Verlauf seiner politischen Karriere schon auf so manchem Posten geschlagen. Jetzt wurde ihm eine besondere Ehre zuteil: Ebenso wie der Pinneberger Chefarzt Professor Hartmut Nolte und der als Elmshorner Bürgermeisterkandidat bekannt gewordene frühere CDU-Landesgeschäftsführer Ernst-Michael von Abercron wurde er als Ehrenritter in den Orden der Johanniter aufgenommen. Den feierlichen Rahmen dafür bildete der Rittertag der Schleswig-Holsteinischen Genossenschaft des Johanniterordens, der in der Klosterkirche und im "Hotel im Rosarium" in Uetersen durchgeführt wurde. In der Kirche erhielten die Neulinge den schwarzen Ordensmantel, den das weiße Johanniterkreuz ziert. Boetticher hat damit die Chance, nach Jahren der Bewährung nach altem Zeremoniell in der 800 Jahre alten Ordenskirche zum Rechtsritter geschlagen zu werden. Davon gibt es weltweit 3500, die sich zum evangelischen Glauben bekennen, zur Ausübung der Diakonie bereit sind und ihre Lebensführung von bewusst ritterlichem Geist bestimmen lassen. "Gemessen am Kreis der Leute, die Mitglieder werden, bedeutet es für mich eine Ehre, vorgeschlagen worden zu sein", so Boetticher. Für ihn hatte sich der Leiter der Subkommende Grafschaft Rantzau, Professor Hans-Heinrich Driftmann, stark gemacht. Die Bedeutung des Ordens liegt für Boetticher vor allem im karikativen Element. "Da in diesem Bereich das Umfeld schwierig geworden ist, muss viel auf freiwilliger Basis getan werden."Die Johanniter-Schwesternschaft, die -Unfallhilfe und die -Hilfsgemeinschaft unterhalten Krankenhäuser, Altenheime, Tageskliniken, Wohnhäuser, Aussiedlerheime und Arbeitsgemeinschaften. Abgesehen vom nennenswerten Mitgliedsbeitrag spenden die Ritter bei den Zusammenkünften, die dem Austausch in geistigen oder aktuellen Fragen dienen. Der Orden ist mit 23 Genossenschaften und 100 Subkommenden auch in Finnland, Österreich, Ungarn, der Schweiz und Frankreich vertreten. Gegründet wurde er zur Versorgung Verwundeter in der Zeit der Kreuzzüge vor nahezu 900 Jahren.