Pinneberg

Eine Ruhezone in der City

Dorotheenplatz als Gegenstück zum Bahnhofsplatz fertiggestellt. Jetzt fehlt noch ein Straßencafé.

Die Neugestaltung der Quickborner Innenstadt rundet sich zusehend ab. Mit der Fertigstellung des Dorotheenplatzes wurde jetzt unter die Beiträge aus öffentlicher Hand quasi ein Schlussstrich gezogen. Die momentan entstehenden City-Arkaden und noch weitere denkbare Veränderungen liegen jetzt in der Hand von privaten Investoren.

Mit dem Dorotheenplatz hat die Stadt eine Art Gegenstück zum gut angenommenen Bahnhofsplatz am Forum geschaffen. Auch der neue Platz soll zum Verweilen, Klönen und Warten auf den Bus einladen. Vier Spielgeräte sorgen für Kurzweil unter Kindern.

Zwei alte, das Ortsbild prägende Kastanien wurden erhalten. Außerdem wurden Kastenlinden gepflanzt. Die heißen so, weil ihre Kronen zweimal jährlich kastenförmig geschnitten werden. Gusseiserne Gitterroste sorgen dafür, dass das Wurzelwerk nicht gänzlich zugepflastert ist. Bänke und Drehstühle ermöglichen es, sich sitzend auszuruhen.

Das Wasserspiel ist im Gegensatz zum Bahnhofsplatz kleiner. Aus einer Stele aus französischem Schiefer sprudelt hier das kühle Nass. Und wer genau hinsieht, erkennt in der Spitze des Steines eine eingearbeitete Lachsforelle, die eine Fischtreppe überspringt. Steinmetz Andreas Boldt spendiert der Stele außerdem ein blaues LED-Licht, welches das Wasser nachts beleuchtet. Ansonsten sorgen sechs Lichtstelen in der Dunkelheit für die Beleuchtung. Auch sie erinnern an den Bahnhofsplatz. Auf diese Weise wird in der Bahnhofstraße eine schöne Verbindung zwischen den beiden Plätzen geschaffen.

Wünschenswert wäre für den Dorotheenplatz noch ein Straßencafé. "Das liegt allerdings nicht in unserer Hand", sagt Bürgermeister Köppl. Und Friederike Walter vom Fachbereich Stadtentwicklung versichert, dass es von Seiten der Verwaltung keine Probleme geben wird, dort Tische und Stühle aufzustellen.

595 000 Euro hat die Umgestaltung gekostet. Nicht unerheblich schlug dabei auch die Verlegung der dortigen Trafostation unter die Erde zu Buche. So allerdings stört sie nicht den Gesamteindruck. Da das Projekt jedoch über Städtebaufördermittel finanziert wurde, müssen die Anlieger nichts dazuzahlen. Die Stadt trägt lediglich ein Drittel der Kosten. Den Rest teilen sich Land und Bund zu jeweils einem Drittel.

Der neu gestaltete Platz steht der Innenstadt gut zu Gesicht. Er gliedert sich gut in die bisherigen Veränderungen ein, sodass ein harmonisches Gesamtbild im Bereich der Bahnhofstraße entsteht.