Pinneberg

Leserbriefe an die Redaktion

Hoffen auf schnelle Einsicht

"Zu viel Abgase an unseren Straßen"

"Pinneberg muss Luftreinhalteplan erarbeiten. Grenzwert für Stickstoffdioxid wird am Damm dauerhaft überschritten"

Hamburger Abendblatt 19. Mai

Da kann man sich nur wundern! Der Grenzwert für Stickstoffdioxid wird am Pinneberger Damm überschritten - und das Jahr für Jahr - und Manfred Stache, Mitglied der Pinneberger Grünen/Unabhängigen, Umweltausschussvorsitzender in der Ratsversammlung und mit einer der obersten Westumgehungsverhinderer meldet sich zu Wort und meint, der Bau der Westumgehung würde nicht für Abhilfe beziehungsweise Senkung der Werte sorgen. Weiter führt er aus, eine schnelle Lösung würde es nicht geben.

Wie auch? Seit Jahren treiben die Pinneberger Grünen den Protest gegen die Westumgehung voran, haben sich inzwischen sogar den Anwalt Mecklenburg ins Boot geholt, der nun klagen will. Das könnte den Bau der dringend benötigten Straße verzögern und im schlimmsten Fall verhindern und so einer schnellen Lösung wirklich im Wege stehen.

Wo bleibt bei Herrn Stache und seinen Mitstreitern der grüne Gedanke? Und das Gewissen? Haben nicht alle Bürger ein Recht auf saubere Luft und auf eine gleichmäßige Verteilung des Verkehrs im gesamten Stadtgebiet? Hier muss schnell Abhilfe geschaffen werden, zum Schutz der am Damm lebenden Anwohner. Hier sind nicht nur Familien mit Kindern betroffen, die dort wohnen, sondern auch unzählige Schülerinnen und Schüler, für die der Damm ihr täglicher Schulweg ist.

Ich hoffe auf schnelle Einsicht der Pinneberger Grünen und des Herrn Mecklenburg.

Kerstin Seyfert, Pinneberg

Nichts aus der DDR gelernt

"Mode und Musik statt Marx. "

"Vor 30 Jahren war das Jugendzentrum Barmstedt Hochburg der linken Szene. Heute ist Politik dort ein Schimpfwort."

Hamburger Abendblatt 18. Mai

Im Artikel wird Barmstedts Stadtvertreter und ehemaliges DKP-Mitglied Dr.Günter Thiel mit den Worten zitiert, die damalige linke Jugendszene habe sich mit der antifaschistischen Bewegung und der engagierten Arbeiterjugend getroffen. Als in Barmstedt Geborener kann ich mich nicht an einen "Komintern"-Kongress (Kommunistische Internationale) in der alten Schusterstadt vor 30 Jahren erinnern. Vielmehr ist mir deutlich in Erinnerung, dass die (damaligen) Barmstedter Kommunisten wie ihre internationalen Genossen ihr Gedankengut unters Volk zu bringen gewillt waren - eine Verherrlichung der DDR eingeschlossen.

Doch auch 20 Jahre nach der politischen Wende in der ehemaligen DDR hat sich Dr.Günter Thiel bis heute keinen Millimeter von den menschenverachtenden Maßnahmen der SED-Diktatur in der DDR wie Schießbefehl und Stacheldraht, Berliner Mauer und Ministerium für Staatssicherheit distanziert. 30 Jahre Jugendzentrum in Barmstedt sind ein Erfolg - die Vereinnahmung des Erfolges durch (ehemalige) Kommunisten bei gleichzeitiger Glorifizierung einer totalitären Ideologie ist hingegen kein Grund zum Feiern.

Claus-Peter Jessen per E-Mail

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