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In vier Gemeinden gibt es ein „Ein-Parteien-System“

Bürger aus Bevern, Osterhorn, Bullenkuhlen und Lutzhorn mussten am 26. Mai nicht lange überlegen, wo sie ihr Kreuzchen machen. Auf Gemeindeebene hatten sie bei der Kommunalwahl jedenfalls nur eine Alternative: für die örtliche Wählergemeinschaft stimmen oder gar nicht. Andere Parteien traten nicht an. Selbst die großen Volksparteien sind also auf kommunaler Ebene nicht überall vertreten, wobei die CDU immerhin in 43 von 49 Kommunen im Kreis Pinneberg Kandidaten stellte, die SPD in 35.

Die größte Vielfalt an Wahlmöglichkeiten bot sich den Bürgern in Schenefeld und Uetersen, wo jeweils gleich sechs Gruppierungen um die Gunst der Wähler warben. Hatten in Schenefeld in der zurückliegenden Legislaturperiode vier Parteien die politischen Geschicke in der Stadt bestimmt, zogen mit SPD, CDU, Grünen, OfS, BfB und FDP tatsächlich alle sechs angetreteten Gruppierungen in den Rat ein. Mittlerweile sind daraus allerdings nur noch fünf geworden. Der FDP-Vertreter hat sich der CDU-Fraktion angeschlossen.

In Uetersen verpasste die NPD anders als SPD, CDU, Grüne, BfB und FDP den Einzug in den Rat, was für große Erleichterung in der Stadt sorgte. Der rechtsradikalen Partei fehlten allerdings gerade einmal neun Stimmen.