Gelungene Premiere

Viel Lob für den neuen Norderstedter Stadtlauf

| Lesedauer: 8 Minuten
Thomas Maibom
Teamwork mal ganz anders: Die 5-Kilometer-Läufe der Erwachsenen und Schüler wurden gemeinsam gestartet und im Ziel getrennt gewertet.

Teamwork mal ganz anders: Die 5-Kilometer-Läufe der Erwachsenen und Schüler wurden gemeinsam gestartet und im Ziel getrennt gewertet.

Foto: Thomas Maibom

509 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Friedrichsgabe. Was die Aktiven beim Nachfolger des Arriba-Laufs begeistert hat - und was nicht.

Norderstedt. Auf neuer Strecke wurde der 24. Norderstedter Stadtlauf, der rund um das Sportgelände des veranstaltenden SV Fried­richsgabe stattfand, gestartet. Es gab viel Lob für den gegenüber dem Arriba-Stadtlauf völlig veränderten Kurs, aber auch ein paar Kinderkrankheiten.

Chef-Organisatorin Sylvia Schock und ihr stadtlauf-erfahrenes Helferteam waren fleißig am Wirbeln, hatten im Vorfeld aber eines nicht bedacht. Niemanden war bei den Vorbereitungen aufgefallen, dass es keine sichtbare Zeitmessanlage gab. Da die meisten Läufer über Smartwatches ihre Zeiten selber erfassen, war das nicht weiter schlimm. Aber als Service für die Zuschauer fehlte die Uhr schon.

24. Auflage des Norderstedter Stadtlaufs

Dafür gab es jede Menge Lob für die neue Strecke, die insgesamt 509 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Angriff nahmen. „Die ist echt toll. Bei dem schönen Wetter habe ich besonders den Part genossen, der durch den Wald führt“, sagte Anja Ohle, die beim Nordic Walking mitgemacht hatte. 5-Kilometer-Siegerin Sarah Dohse (USC Kiel) gefiel das abwechslungsreiche Profil. „Ich mag das, wenn es ein bisschen auf und ab geht. Das kenne ich aus meiner Heimatstadt.“

Nur mit dem letzten Kilometer mochte sie sich nicht anfreunden. „Erst geht es durch den Wald, doch dann läuft du in der prallen Sonne. Das war echt anspruchsvoll“, sagte die 21-Jährige.

5-Kilometer-Sieger Oliver Nissen vom Triathlon-Team des TSV Bargteheide ging das Rennen zu schnell an: „Am Ende hat der letzte sonnige Kilometer verhindert, dass ich unter 17 Minuten bleiben konnte.“ Auf der Bahn ist Nissen schon unter 16 Minuten gelaufen.

Abwechslungsreiches Profil mit scharfen Kurven

„Die Strecke an sich ist schön. Aber es gibt zu viele scharfe Kurven“, sagte die Gewinnerin über 10 Kilometer, Ute Krause vom SC Itzehoe. Dass sie vom Start bis ins Ziel 46:06 Minuten brauchte, nervte die
55-Jährige gewaltig. „Die Zeit ist grauenvoll. Aber ich fürchte, ich habe zu viel trainiert und konnte meine Leistung deshalb nicht wie gewohnt abrufen.“

10-Kilometer-Sieger Kevin Benner (23) strahlte nach dem Lauf übers ganze Gesicht. „Ich hatte auf einen Top-fünf-Platzierung gehofft. Dass ich gewinne, ist einfach fantastisch und eine Kompensation für den verpassten Aufstieg in die Regionalliga“, sagte der Fußballer des SV Todesfelde. Mit dem SVT war Benner in der Relegation gescheitert, ohne seine Kameraden lief er allen Konkurrenten davon.

Benner hatte beim 24. Norderstedter Stadtlauf einen echten Heimvorteil. „Ich wohne nur ein paar Gehminuten vom Kurs entfernt und bin ihn in der vergangenen Woche zweimal abgelaufen. Und ich habe habe versucht, meinen Start vor den Teamkollegen geheimzuhalten“, sagte er augenzwinkernd. Mutter Suleika Benner hatte extra auf eine eigene Teilnahme verzichtet. Und natürlich war sie mega-stolz, als sie ihm nach 36:35 Minuten gratulieren konnte.

Die Plus- und Minuspunkte im Vergleich mit „HU läuft“

Nicht ganz so gut kam bei den Aktiven an, dass die Verpflegungsstände etwas versteckt im Waldstadion und nicht am Rande der Stecke aufgebaut waren. „Aber im Vergleich mit ,HU läuft‘ gewinnt Norderstedt, weil es dort im Gegensatz zu Hen­stedt-Ulzburg nicht auf einen Rundkurs geht“, sagte Iris Bielefeldt vom SVHU Team Smile. Ihre Mitstreiterin Angela Jagusch-Ziemer lobte die „extrem schöne Strecke“ in Friedrichsgabe, Smile-Läuferin Gabriele Stehr hob dagegen die Vorzüge der Veranstaltung in der Großgemeinde hervor: „Dort ist das Rahmenprogramm besser.“

Für das 25. Jubiläum des Norderstedter Stadtlaufs hat das Trio unisono einen großen Wunsch. „Es wäre echt toll, wenn die Finisher 2023 als Auszeichnung Medaillen bekommen. Das haben wir diesmal sehr vermisst. Sollte das der Fall sein, sind wir wieder mit dabei.“

Ergebnisse

24. Norderstedter Stadtlauf

10 Kilometer

Gesamtwertung Männer: 1. Kevin Benner (36:35 Minuten); 2. Tom Robin Kühnholz (Kaifu Tri Team/37:06); 3. Volker Schmitz (LG Elmshorn/39:13); 4. Christoph Riebe (TB Hamburg-Eilbek/40:42); 5. Nils Friedrichsen (BSG SH Netz/42:08).

Altersklassensieger, U 20: Tobias Thomas Thedens (56:00 Minuten); Männer: Kevin Benner (36:35); M 30: Matthias Blümel (46:00); M 40: Nils Friedrichsen (BSG SH Netz/42:08); M 45: Jan Wendt (44:07); M 50: Volker Schmitz (LG Elmshorn/39:13); M 55: Ralph Otto (TSV Bargteheide/48:56); M 60: Thomas Schulz (B19b/46:39); M 65: Klaus-Günter Scholz (Niendorf-Nord SV/47:48); M 70: Dirk Wulff (SV Sülfeld/48:21); M 75: Frank Sonntag (LG Alsternord/1:02:03).

Gesamtwertung Frauen: 1. Ute Krause (SC Itzehoe/46:06 Minuten); 2. Annika Bülow (47:11);
3. Manja Delfs (47:17); 4. Sandra Friedrichsen (SG Wasserratten Norderstedt/48:06); 5. Katja Liebler (LG Alsternord/48:45).

Altersklassensiegerinnen, Frauen: Hannah Krause (55:44 Minuten); W 30: Annika Bülow (47:11); W 35: Nina Georgiades (52:00); W 40: Sandra Friedrichsen (SG Wasserratten Norderstedt/48:06); W 45: Manja Delfs (47:17); W 50: Petra Timmermann (Stadtpark Runners/54:25); W 55: Ute Krause (SC Itzehoe/46:06); W 60: Bärbel Joppien (1:06,07 Stunden); W 65: Dagmar Kleinmeyer (Barsbütteler SV/54:41).

5 Kilometer

Gesamtwertung Männer: 1. Oliver Nissen ( TSV Bargteheide Tri/17:00 Minuten); 2. Toni Röwer (Zippel’s Läuferwelt/18:11); 3. Adriano Schmidt (FC Deutsche Post/18:59); 4. Jacob Jensen (LG Elektro Hilbricht/19:32); 5. Gerrit Schuart (Team Blitz & Donner/19:35).

Altersklassensieger, U 20: Oliver Nissen ( TSV Bargteheide Tri/17:00 Minuten); Männer: Gerrit Schuart (Team Blitz & Donner/19:35); M 30: Toni Röwer (Zippel’s Läuferwelt/18:11); M 35: Adriano Schmidt
(FC Deutsche Post/18:59); M 40: Nicolas Barteld (Os­terau Runners/24:14); M 45: Nicolaj Nikitin (20:08); M 50: Maik Herrmann (LG Elektro Hilbricht/23:43); M 55: Torsten Ehlers (22:17); M 60: Dieter Erb (24:58); M 65: Peter Glaser (Münzlauftreff Westerwald/23:53); M 70: Antoni Thoma (LG Alsternord/30:25); M 75: Hartmut Rothfritz (34:15).

Gesamtwertung Frauen: 1. Sarah Dohse (USC Kiel/19:55 Minuten); 2. Caroline Gesser-Wendt (22:32); 3. Camille Dietzel (SG Wasserratten Norderstedt/23:23); 4. Amanda Kook (24:22); 5. Kerstin Wendland (24:49).

Altersklassensiegerinnen, Frauen: Sarah Dohse (USC Kiel/19:55 Minuten); W 30: Katrin Groß (27:45); W 35: Amanda Kook (24:22); W 40: Caroline Gesser-Wendt (22:32); W 45: Kristina Wiese (BSG Orthopädie Norderstedt/25:23); W 50: Birgitt Behling (LG Elektro Hilbricht/25:58); W 55: Susanne Hinze (32:06); W 60: Christine Böttger (LG Elektro Hilbricht/27:40); W 65: Ingrid Mühlbach (33:05); W 70: Ingeborg Thoma
(LG Alsternord/31:07).

Gesamtwertung Schülerlauf: 1. Ryan Helmvoigt (SG Wasserratten Norderstedt/18:02 Minuten);
2. Jack­lyn Tiedtke (SG Wasserratten TriKids/21:40); 3. Jean Elvis Mensah (22:07); 4. Sam Tuffe (Nordlichter/22:41); 5. Mika Wiese (TuS Holstein Quickborn/22:41); 6. Joris Schwentner (Nordlichter/22:54); 7. Fabian Schrey (Nordlichter/22:56); 8. Simon Amtsfeld (Nordlichter/23:02); 9. Henrik Stollberg (SG Wasserratten Norderstedt/23:17); 10. Emil Jankowski (SG Wasserratten TriKids/23:22).

Altersklassensieger, U 10: Mika Wiese (TuS Holstein Quickborn/22:41 Minuten); U 12: Sam Tuffe (Nordlichter/22:41); U 14: Jean Elvis Mensah (22:07); U 16: Ryan Helmvoigt (SG Wasserratten Norderstedt/18:02); U 18: Pierre Norris Mensah (24:16); U 20: Philip Hinze (29:00).

Altersklassensiegerinnen, U 10: Selina D’Amico Granja (SG Wasserratten TriKids/25:36); U 12: Karla Fried­richsen (SG Wasserratten/24:28 Minuten); U 14: Carlotta Riess (27:49); U 16: Sara Peres (33:26); U 18:
Jacklyn Tiedtke (SG Wasserratten TriKids/21:40); U 20: Cam Stolze (Theater Pur/39:04).

Firmen-Lauf: 1. LG Elektro Hilbricht I, 2. LG Elektro Hilbricht II.

Walking/Nordic Walking: 1. Dorit Demuth (41:11 Minuten); 2. Petra Plaschnik (We are family/43:16);
3. Moni Thiede (We are family/43:47); 4. Anja Ohle (44:22); 5. Susanne Amrehein (45:26); 6. Erika Tietze (45:27); 7. Astrid Wulff (47:55); 8. Simona Schrey (Nordlichter/48:07); 9. Kira Grauel (48:16); 10. Sabrina Thode (55:33).

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