Volleyball

Das Unternehmen Aufstieg hat planmäßig begonnen

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Frank Best
Die Huskies des SV Henstedt-Ulzburg sind erfolgreich in die Landesliga-Saison gestartet. Hintere Reihe von links: Peter Mähl (Nummer 12), Mirko Schippmann, Michael Schiewe, Sebastian Meiser, Johann Heitsch, Jannik Krüger, Nicolas Fahl, Timo Geweke, Sven Wischhöfer. Vordere Reihe von links: Oliver Kook (Nummer 11),  Niklas Freybier, Philipp Kerl, Friedemann König, Vasilij Iljin und Jakovos Libanios.

Die Huskies des SV Henstedt-Ulzburg sind erfolgreich in die Landesliga-Saison gestartet. Hintere Reihe von links: Peter Mähl (Nummer 12), Mirko Schippmann, Michael Schiewe, Sebastian Meiser, Johann Heitsch, Jannik Krüger, Nicolas Fahl, Timo Geweke, Sven Wischhöfer. Vordere Reihe von links: Oliver Kook (Nummer 11), Niklas Freybier, Philipp Kerl, Friedemann König, Vasilij Iljin und Jakovos Libanios.

Foto: Thomas Maibom

Die Landesliga Hamburg soll für die bislang viermal siegreiche Männercrew des SV Henstedt-Ulzburg nur eine Durchgangsstation sein.

Henstedt-Ulzburg. Was waren das doch für glorreiche Volleyball-Zeiten, als der 1. SC Norderstedt in der mit mehr als 1000 Zuschauern besetzten Moorbekhalle um Bundesligapunkte schmetterte und sein Publikum begeisterte, der 1. VC Norderstedt und TuRa Harksheide in der Regionalliga aufschlugen. Doch der Ruhm von einst ist längst verblasst; im südlichen Schleswig-Holstein herrscht mittlerweile totale Flaute im Männer-Leistungsbereich.

Erstes Etappenziel: Durchmarsch in die Verbandsliga

Das soll sich künftig ändern: Der als Nachrücker in die Landesliga Hamburg aufgestiegene SV Henstedt-Ulzburg hat Großes vor. Das erste Etappenziel der Huskies, wie sich die in den vergangenen beiden Jahren zusammengestellte Mannschaft nennt: der Durchmarsch in die Verbandsliga.

Das Unternehmen Aufstieg ist planmäßig angelaufen. Nach den ersten vier Partien hat die überwiegend aus ehrgeizigen Mittdreißigern zusammengestellte Truppe zwölf Zähler auf ihrem Konto. Einziger Makel: ein Satzverlust im Match gegen den HTBU. Doch die Macher beim SVHU haben nicht ausschließlich den sportlichen Erfolg im Blick. „Wir wollen etwas Nachhaltiges schaffen. Es geht dabei nicht um einen kurzfristigen Hype, sondern um etwas von Dauer“, sagt Mittelblocker Oliver Kook, „wir wollen in der Gemeinde Volleyball sowohl im Breitensportbereich, als auch leistungsorientiert, aber langfristig vor allem für die Jugend anbieten können.“

Heimspiele haben Event-Charakter

Um die entsprechende Begeisterung zu wecken, haben die Partien der Huskies in der Gemeinschaftsschule Rhen am Schäferkampsweg Event-Charakter. Die Zuschauer können das Team mit Klatschpappen anfeuern, der Werbepartner Calypso Club stellt seine Musikanlage zur Verfügung. Und wer nicht direkt vor Ort sein kann, hat die Möglichkeit, die Partien im Livestream (www.twitch.tv) zu verfolgen. Weitere Ideen befinden sich noch in der Entstehungsphase.

Dass das neue Konzept Anklang findet, wurde in den ersten beiden Landesliga-Heimspielen gegen den TSV Reinbek (25:19, 25:21, 25:18) und den TuS Berne (25:16, 25:15, 25:9) deutlich. 85 Fans verwandelten die Halle phasenweise in einen Hexenkessel – geradezu ein Jungbrunnen für die in unzähligen Volleyballschlachten gestählten Friedemann König, Jakovos Libanios, Niklas Freybier, Sebastian Meiser, Vasilij Iljin, Mirco Schippmann, Jannik Krüger, Johann Heitsch, Timo Geweke, Oliver Kook, Philipp Kerl, Nicolas Fahl und Peter Mähl.

Trainiert wird die Mannschaft zurzeit vom Michael Schiewe und Sven Wischhöfer, die beide Probleme mit den Knien haben und deshalb – so gern sie es auch tun würden – nicht aktiv ins Geschehen eingreifen können. Der Kader besteht, inklusive der beiden jüngsten Neuzugänge Johann Heitsch und Peter Mähl, aus 15 Spielern. Und das ist gut so.

„Die brauchen wir auch“, sagt Außenangreifer Nicolas Fahl, der nicht nur auf dem Feld steht, sondern auch zum Organisationsteam der Huskies gehört, „denn bei den meisten Jungs ist die Glanzzeit ja schon über ein Jahrzehnt her. Auswärts die eine Partie gegen die Gastgeber durchzuhalten, ist nicht das Problem. Aber bei Heimspielen zwei Matches zu bestreiten, das ist schon eine Herausforderung.“

Hinrunden-Finale findet am 4. Dezember statt

Wie gut die Routiniers körperlich noch in Schuss sind, wollen und müssen sie am Sonnabend, 4. Dezember, beweisen. Dann nämlich treten mit dem punktgleichen Spitzenreiter VG Halstenberg-Pinneberg III, der ebenfalls Aufstiegsambitionen hegt, sowie dem Tabellendritten TSV Wandsetal (9 Zähler) zwei starke Gegner zum Hinrunden-Finale in Hen­stedt-Ulzburg an – sofern die Corona-Pandemie nicht dazwischenfunkt. „Wenn wieder ähnlich viele Zuschauer wie gegen Reinbek und Berne kommen dürfen, dann wird das ein richtiges Fest“, so Fahl.

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