Basketball

Ein neues Kapitel in der Vereinsgeschichte

| Lesedauer: 3 Minuten
Karsten Jaeger
Obere Reihe, von links: Mohammed Atya (Coach), Tino Wohltmann, Fynn-Leon Bethge, Andrej Telemann (Kapitän), Lukas Benthien, Malte Lotz, Vincent Lanz, Dominic Merseburger; knieend: Piet Bayer, Emre Sengül, Marco Windisch, Tim Weidemeyer, Azim Gürel, Leon Lenzer, Niki Kazemi Hossein Abadi.  Foto: Karsten Jaeger

Obere Reihe, von links: Mohammed Atya (Coach), Tino Wohltmann, Fynn-Leon Bethge, Andrej Telemann (Kapitän), Lukas Benthien, Malte Lotz, Vincent Lanz, Dominic Merseburger; knieend: Piet Bayer, Emre Sengül, Marco Windisch, Tim Weidemeyer, Azim Gürel, Leon Lenzer, Niki Kazemi Hossein Abadi.  Foto: Karsten Jaeger

Foto: Karsten Jaeger

TuRa Harksheides Männer gehen erstmals nach dem Aufstieg in die 2. Regionalliga in der Dreifeld-Halle am Exerzierplatz auf Korbjagd.

Norderstedt.  Wenn TuRa Harksheides Basketballer in diesen Tagen die neue Dreifeld-Halle am Exerzierplatz zum Training betreten, schweifen ihre Blicke immer wieder bewundernd durch die moderne Sportstätte. Die Korbjäger profitieren sehr von der Belegung der innovativen Räumlichkeiten – und haben im Gegenzug sämtliche Spiel- und Trainingszeiten im Gymnasiums Harksheide, in der Grundschule Heidberg und der Gemeinschaftsschule Harksheide für andere Norderstedter Clubs freigegeben. TuRa-Geschäftsführer Tobias Claßen: „Ich freue mich sehr, dass wir unseren Basketballern eine so tolle Homebase anbieten können.“

7,5-Millionen-Euro-Projekt der Stadt

Nach einigen Anlaufschwierigkeiten ist das 7,5-Millionen-Euro-Projekt der Stadt Norderstedt samt angeschlossenem Dojo-Feld für Kampfsportlerinnen und Kampfsportler freigegeben worden. An diesem Wochenende geht es nun ganz offiziell im Erwachsenen-Mannschaftssport los; die TuRa Hawks starten am Sonnabend um 15 Uhr mit dem Heimtreffen gegen die Weser Baskets aus Bremen in die neue Saison der 2. Regionalliga, in der sie erstmals in der Vereinsgeschichte vertreten sind.

Wann immer sie wollen, an sieben Tagen pro Woche, steht dem Kader von Trainer Mohammed Atya die neue Halle mit einer Tribünenkapazität von etwas mehr als 200 Besuchern zur Verfügung. Unterstützung von den Rängen heißt allerdings noch nicht, dass die Harksheider Basketballer in der 2. Regionalliga einen Aufschwung erleben und vom Erfolg verwöhnt sein werden.

Personelle Situation ist angespannt

„Es wird eine ungemein schwierige Saison für uns, die der Mannschaft alles abverlangen dürfte“, sagt Teammanager und Vorstandsmitglied Sven Wojtkowiak. Die Personallage sei alles andere als rosig, nachdem einige Spieler im Verlauf der Coronakrise den Club verlassen hatten und der Abteilungsvorstand trotz aller Anstrengungen bei der Kontaktaufnahme keine neuen Akteure für den Regionalligisten verpflichten konnte.

„Uns fehlen vor allem auf den Schlüsselpositionen die Tiefe im Kader und damit wichtige personelle Perspektiven“, Wojtkowiak. Ob zum Beispiel Leistungsträger wie Andrej Telemann (neuer Job) und Tim Weidemeyer sofort wieder ihre gewohnten Leistungen abrufen können, ist zumindest fraglich. Ein erhöhter Trainingsaufwand aller Mannschaftsmitglieder dürfte ohnehin unumgänglich sein.

Gezwungenermaßen setzt man bei TuRa Harksheide zunächst auf die Talente aus dem eigenen Nachwuchsbereich und Spieler der zweiten Vertretung, die in der Hamburger Stadtliga um Punkte kämpft. Coach Atya: „Wenn die Jungs als Team zusammenspielen und wirken, können wir den Klassenerhalt schaffen.“

Zwei Mannschaften müssen absteigen

Auch Harksheides Flügelspieler Leon Lenzner, der als Shooting-Star der vergangenen Oberligasaison gilt, bewertet die Ausgangslage positiv: „Wir haben das Zeug, uns in dieser Klasse als Aufsteiger zu behaupten.“ Zwei von elf Clubs müssen am Saisonende die 2. Regionalliga Nord verlassen, nachdem der TuS Ebstorf (Landkreis Uelzen) seine Meldung kurzfristig zurückgezogen hat.

Erstaunlich: Seit Oktober verzeichnet TuRa Harksheides Basketballabteilung trotz Corona einen Zuwachs von 40 neuen Spielern und Spielerinnen in allen Altersklassen – obwohl die erste Frauencrew aus der Hamburger Stadtliga abgemeldet worden ist. Insgesamt nehmen acht Mannschaften von der Altersklasse U 10 bis zum ersten Männerteam teil. Ihre Premiere in der neuen Halle haben drei Jugendteams bereits hinter sich gebracht und dabei ihre Partien klar gewonnen.

Mitgliederzuwachs trotz Corona

Alle drei werden nach wie vor von Mohammed Atya trainiert und erfolgreich gecoacht. Vor allem beim 66:57-Erfolg gegen die Hamburg Towers konnte die junge A-Jugend-Truppe in der Leistungsrunde auf sich aufmerksam machen.

Wer Interesse hat, das Heimspiel gegen die Weser Baskets zu verfolgen: TuRa Harksheide als Veranstalter hat sich am Stichtag 20. September für das 3G-Modell (geimpft, genesen, getestet) entschieden.

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