Tennis

Endspiel-Krimi endet mit einer knappen Niederlage

| Lesedauer: 4 Minuten
Karsten Jaeger
Auch diesmal kein Titel: Die Belgierin Eliessa Vanlangendonck vom TC an der Schirnau stand bei den gemeinsamem Verbandsmeisterschaften von Hamburg und Schleswig wie schon 2020 im Damen-Endspiel – und zog erneut den Kürzeren.

Auch diesmal kein Titel: Die Belgierin Eliessa Vanlangendonck vom TC an der Schirnau stand bei den gemeinsamem Verbandsmeisterschaften von Hamburg und Schleswig wie schon 2020 im Damen-Endspiel – und zog erneut den Kürzeren.

Foto: Thomas Maibom

Eliessa Vanlangendonck verliert das Finale der Verbandsmeisterschaften von Hamburg und Schleswig-Holstein mit 8:10 im Match-Tiebreak.

Kaltenkirchen/Hamburg. Manager Björn Kroll und der von ihm betreute Profispieler Altug Celikbilek fuhren durch Stuttgarts Innenstadt nach Stammheim ins Württembergische Tenniszentrum, wo gestern der Mercedes-Cup auf Rasen mit seiner ersten Qualifikationsrunde begonnen hat. Für den
24 Jahre alten Türken ist der Wettbewerb ein erster Test für das Grand-Slam-Turnier in Wimbledon (28. bis 11. Juli).

Weil es in Stuttgart regnete, mussten die ersten Matches zunächst allerdings in der Halle auf Hartplatz gestartet werden. Celikbilek gewann sein Duell gegen die Nummer 86 der Welt, den Franzosen Lucas Pouille in drei Sätzen mit 6:3, 2:6 und 6:3. Die Rückkehr des Duos nach Hamburg ist also vorerst verschoben.

In der Hansestadt wird Altug Celikbilek Freundin Eliessa Vanlangendonck (24) wiedersehen. Die Belgierin befindet sich auf Turnierreise im Norden und ist wie Celikbilek in Krolls Wohnung untergebracht.

Zum Sieg fehlen nur zwei Punkte

Am vorletzten Tag der Verbandsmeisterschaften von Hamburg und Schleswig-Holstein (Dotierung jeweils 5000 Euro) auf der Anlage des Marienthaler THC gab es diesmal einen Rollentausch. Altug stand am Spielfeldrand und fieberte mit seiner Freundin mit, als sich die Nummer eins des TC an der Schirnau den Weg ins Finale der Damen-Konkurrenz freikämpfte und dort auf die Nummer 590 der WTA-Weltrangliste, Anastasia Pribylova aus Russland, traf.

Es entwickelte sich ein dramatisches Duell um den Titel. Nachdem Eliessa Vanlangendonck den ersten Satz mit 6:7 im Tiebreak verloren hatte, setzte sie sich im zweiten Durchgang mit 6:4 durch, um anschließend im Match-Tiebreak ganz knapp mit 8:10 den Kürzeren zu ziehen. Im Halbfinale war die an Position drei eingestufte Schirnauerin nach einer Nervenschlacht gegen die topgesetzte Lisa Ponomar vom SC Condor mit 0:6, 6:4, 10:7 weitergekommen.

„Im Finale war es meine beste Leistung bei den Meisterschaften, daher ist die Niederlage ärgerlich“, sagte die aus einem kleinen Vorort von Antwerpen stammende Vanlangendonck, die zum zweiten Mal in Folge ein Einzelfinale bei den Verbandsmeisterschaften verlor. 2020 war sie an Noma Akugue (Club an der Alster) gescheitert.

Ihre nächsten Herausforderungen sind jetzt die Teilnahme an den Nord-Ostdeutschen Meisterschaften von Freitag bis Sonntag beim Uhlenhorster HC sowie die Regionalliga-Punktspiele mit dem dem Schirnauer Damenteam.

Für die übrigen Starterinnen aus der Region gab es wenig zu holen. Tizia Brocks (TC an der Schirnau) überstand noch die erste Runde, unterlag dann aber Alice Violet (Großflottbeker THGC) mit 2:6, 1:6. Letztere hatte zuvor schon Brocks’ Vereinskameradin Anna Petkovic mit 6:4, 6:0 ausgeschaltet.

Anna Petkovic trumpft in der Nebenrunde auf

In der Nebenrunde trumpfte Petkovic groß auf und musste sich erst im Endspiel Ada Gergec (Club an der Alster) mit 6:4, 4:6, 6:10 geschlagen geben. Diese hatte sich im Halbfinale mit 6:1, 6:2 gegen Kim Juliane Auerswald (ebenfalls TCS) durchgesetzt.

Bei den Herren gab es nicht zum ersten Mal einen Erfolg von Leonard von Hindte. Der frühere Topakteur des
TC Rot-Weiss Wahlstedt traf im Finale auf seinen früheren Vereinskollegen Flemming Peters und bezwang diesen nach schwachem Start mit 6:4, 6:3. Beide spielen nach der Auflösung des Wahlstedter Nordliga-Teams in der Sommersaison 2018 gemeinsam mit George von Massow für den Club an der Alster in der 2. Bundesliga. Peters und von Massow wohnen auch in der Hansestadt.

Der aus Bad Schwartau nach Lübeck umgezogene von Hindte – er ist hauptberuflich als Trainer in Bad Schwartau tätig und hat eine B-Lizenz – erhielt eine Siegprämie von 2000 Euro. Von den restlichen startberechtigten Herren aus dem Kreis Segeberg konnte sich keiner in den Vordergrund schieben. Mika Petkovic (TC an der Schirnau) schied ebenso in der ersten Runde aus wie Ben Morgenstern und Vincent Stephan (beide
TC Garstedt) sowie Laurent Baese und Rasmus Becker (beide TCS).

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Sport