Fussball

Kaltenkirchener TS verlängert mit Coach René Sixt

Der bisher größte Erfolg von René Sixt: der Sieg der Kaltenkirchener Turnerschaft beim Hallen-Kreismasters 2019 in Leezen.

Der bisher größte Erfolg von René Sixt: der Sieg der Kaltenkirchener Turnerschaft beim Hallen-Kreismasters 2019 in Leezen.

Foto: Thomas Maibom

Verbandsliga-Kicker setzen auf Kontinuität. Auch Co-Trainer Daniel Schumacher macht bis zum Ende der Spielzeit 2021/2022 weiter.

Kaltenkirchen.  An Amateurfußball ist im Kreis Segeberg derzeit nicht zu denken. Nach dem Beschluss des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes, in diesem Jahr unabhängig von der politischen Lage keine Pflichtspiele mehr auszutragen, wissen die Clubs zumindest bis Anfang Januar, woran sie sind. Wann und in welcher Form es dann vielleicht mal weitergeht, vermag angesichts der ungewissen Corona-Situation kaum jemand zu prognostizieren.

Wie die Zukunft bei den Verbandsliga-Fußballern der Kaltenkirchener Turnerschaft aussehen soll, haben die Vereinsverantwortlichen mitten in dieser schwierigen Zeit hingegen klar kommuniziert.

Zufrieden mit der Entwicklung des Teams

Das Trainerteam um Chefcoach René Sixt und seinen Assistenten Daniel Schumacher soll auch in der Saison 2021/2022 die Geschicke der Rot-Weißen leiten. „Wir sind mit der Entwicklung überaus zufrieden: Kaltenkirchen ist wieder ein interessanter Standort für junge Spieler“, begründet der Sportliche Leiter Olaf Rosenthal die Entscheidung zugunsten des Duos. Allerdings sehe man sich dabei erst am Anfang seines Konzepts. „Deswegen freuen wir uns, diese wichtigen Personalentscheidungen trotz der Corona-Situation so frühzeitig vom Tisch zu haben“, so Rosenthal.

Sixt und Schumacher verspüren „extrem große Lust“, ihre Arbeit fortzuführen. „Wir haben ein sehr junges und talentiertes Team zusammen. Viele Spieler sind seit Kinder- oder Jugendtagen im Verein, das ist heutzutage ungewöhnlich“, sagt der Chefcoach.

Spitzenmannschaft der Verbandsliga Süd

Dass dem so ist, darf sich René Sixt getrost auf seine Fahnen schreiben. Der frühere A-Jugend-Trainer der KT übernahm im September 2018 das Zepter von Frank Freitag und formte aus einem jungen Haufen mit Formschwankungen ein Spitzenteam in der Verbandsliga Süd. Schon in der vergangenen Saison zeigte die Mannschaft um Top-Torjäger Malte Pietsch, zu welch außergewöhnlichen Leistungen sie imstande ist. Erst die Corona-Pandemie im Frühjahr bremste den Siegeszug der Truppe.

Aus der Bahn geworfen hat das weltweit grassierende Sars-CoV-2-Virus die Kaltenkirchener jedoch nicht. Seit dem Beginn der Serie 2020/2021 im September ist die Sixt-Elf noch ungeschlagen hat 13 Zähler (vier Siege, ein Unentschieden) auf dem Konto – nur der SSC Hagen Ahrensburg (14 Punkte) ist besser.

Landesliga-Aufstieg ist das Ziel, aber kein Muss

Wohin es gehen soll? „Wir wollen in die Landesliga“, sagt Sixt klipp und klar. Ein Muss sei der Aufstieg in dieser unter Corona-Einfluss stehenden Spielzeit aber nicht. Der Trainer spricht von einem „Übergangsjahr“. Wenn er betont, dass man in der Tabelle unter die besten fünf Teams kommen will, meint er aber wohl eher die vordersten Plätze. Schließlich habe man sich mit Spielern wie Kevin Benner (SV Todesfelde) und Josef Jueidi (SV Todesfelde II) „noch mal richtig verstärkt“.

Was die Kaderplanung angeht, so laufen schon jetzt die ersten Gespräche mit Spielern an. Die Verlängerung mit dem Trainerteam soll dabei „ein Zeichen an die Mannschaft“ gewesen sein, wie René Sixt unterstreicht. Bis Ende Februar wollen die Kaltenkirchener ihre Planungen abgeschlossen haben.

SHFV verbietet alle Hallenturniere

Was die spielfreie Zeit angeht, die nach dem Hallenturnier-Verbot des SHFV möglicherweise bis Anfang März 2021 andauern wird, gibt sich der Coach entspannt. „Ich sehe das eher als Vorteil für uns, da unsere jungen Spieler sowieso eine gewisse Grundfitness mitbringen. Die machen auch privat viel für ihren Körper.“ Weil aber auch die Kaltenkirchener nichts dem Zufall überlassen wollen, haben sie ihren Kickern individuelle Laufpläne mitgegeben.

Sixt plant mit einer Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs im Januar – sofern dies die Pandemie-Lage zulässt. Geht es nach dem Übungsleiter der KT, so kann es gar nicht früh genug losgehen mit der Punktrunde. „Ich würde die Winterpause verkürzen“, schlägt er vor, „selbst wenn dann zunächst nur auf Kunstrasen gespielt werden kann.“ Zumindest in Kaltenkirchen wird derzeit also doch an Amateur-Fußball gedacht...