Frauenfußball

Das Saisonziel heißt Aufstieg in die 2. Bundesliga

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Karsten Jaeger
Die aktuell spielfähigen Neuzugänge des SV Henstedt-Ulzburg:  Sophie Profé, Lisa Behneke, Jette Schulz und Saskia Schippmann (v. l.).

Die aktuell spielfähigen Neuzugänge des SV Henstedt-Ulzburg: Sophie Profé, Lisa Behneke, Jette Schulz und Saskia Schippmann (v. l.).

Foto: Thomas Maibom

Regionalliga-Champion SV Henstedt-Ulzburg startet Sonntag mit einem Heimspiel gegen die TSG Burg Gretesch in die Punktunde 2020/2021.

Henstedt-Ulzburg.  Seit dem 8. März haben die Fußballfrauen des SV Henstedt-Ulzburg kein Punktspiel mehr bestritten. Nach dem Abbruch der Saison 2019/2020 wegen der Corona-Pandemie wurde die in der Tabelle der Regionalliga Nord klar in Führung liegende Mannschaft von Trainer Christian Jürss zum Titelträger ernannt, verzichtete allerdings aus finanziellen Gründen auf den Sprung in die 2. Bundesliga.

SVHU ist heißer Anwärter auf Platz eins

Am Sonntag um 14 Uhr erwartet der SVHU zum Auftakt der Serie 2020/2021 die TSG Burg Gretesch aus Osnabrück. Und die jüngsten Resultate nach der Corona-Pause unterstreichen es: Das Team ist erneut ein heißer Anwärter auf die Staffelmeisterschaft. In der Vorbereitung gab es Erfolge gegen die Regionalliga-Clubs FC St. Pauli (8:1) und TSC Wellingsbüttel (11:1), dazu den 6:1-Triumph im Landespokal-Endspiel gegen den Klassengefährten Holstein Kiel sowie ein 3:0 in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den Niederrhein-Vertreter SV Budberg. Die einzige Niederlage: das 0:7 gegen Werder Bremens Erstliga-Crew Anfang August.

Coach Jürss, Teammanager Norbert Dachsel und Abteilungsleiter Dieter Rautenstengel betonen, dass es diesmal aus sportlicher Sicht kein „Nein“ zur 2. Bundesliga geben wird. Gleichwohl ist der Verein unverändert auf der Suche nach neuen Geldgebern, die den finanziellen Aufwand tragen.

Wirrwarr um die Struktur der 2. Liga

Die zweithöchste deutsche Klasse ist aber auch noch in anderer Hinsicht ein Gesprächsthema. Der DFB hatte im Frühjahr kurzfristig entschieden, die in der Zwischenzeit ins Leben gerufene eingleisige 2. Bundesliga auszusetzen und in der Corona-Saison doch noch einmal in den Staffeln Nord und Süd spielen zu lassen. Dies wurde indes erst nach Ablauf der Meldefrist für die Clubs beschlossen. „Für diesen Fall waren wir nicht vorbereitet“, sagt Christian Jürss, „wäre es früher bekannt gewesen, hätten wir unser Aufstiegsrecht wohl wahrgenommen.“ In der Saison 2021/2022 will der DFB dann aber doch endgültig Richtung eingleisige 2. Bundesliga gehen.

Regionalliga Nord kickt in zwei Gruppen

In der am Wochenende beginnenden Serie wird in der Regionalliga Nord zunächst in zwei Gruppen gekickt; mit dem SV Henstedt-Ulzburg in der Achterstaffel A, der auch Nachbar Hamburger SV angehört. In der Staffel B gehen sieben Clubs auf Punktejagd. Allerdings findet nur eine einfache Runde statt, die Rückspiele entfallen.

Die drei erstplatzierten Clubs werden in einer für März 2021 geplanten Qualifikationsrunde in Hin- und Rückspielen um Rang eins streiten. Der Sieger ermittelt Ende Juni in Hin- und Rückspiel gegen den Tabellenersten der Regionalliga Ost den Aufsteiger.

Hygienekonzept gestattet 150 Zuschauer

„Auf uns wartet ein langer Weg bis zum ersehnten Ziel“, sagt Christian Jürss, der seit seiner Amtsübernahme im Sommer 2019 noch keine Niederlage bezogen hat. „Eine leichte Saison wird es trotzdem nicht.“ Schließlich müssen eine ganze Reihe von 16 und 17 Jahre alten Talenten neu in den Kader integriert werden. Sie sollen die langzeitverletzten Spielerinnen ersetzen.

Das Hygienekonzept für die erste Heimpartie sieht vor, dass 150 Zuschauer die Anlage am Schäferkampsweg betreten können.

Zugänge: Torhüterin Anneke Klaas (HSV), Torhüterin Saskia Schippmann (FC Union Tornesch), Sophie Alice Profé, Madita Jolina Ehrig, Lina Clausen (alle HSV-B-Juniorinnen), Helen Bier (U 23 VfL Wolfsburg), Jette Schulz (B-Juniorinnen VfL Wolfsburg), Lisa-Kristin Behneke (B-Juniorinnen Harburger TB); Abgänge: Anna Ljucic (Stipendium USA), Martina Taritas (Dynamo Zagreb, 1. Liga), Linda Ottlinger, Ann Cathrin Mitschke (beide SC Eilbek).

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