HSV II kommt

Kann die Eintracht an das 3:0 in Lübeck anknüpfen?

Der vor drei Wochen von Hamm United verpflichtete US-Boy Dylan Williams (r.) im Zweikampf mit Lübecks Kusi Kwame.

Der vor drei Wochen von Hamm United verpflichtete US-Boy Dylan Williams (r.) im Zweikampf mit Lübecks Kusi Kwame.

Foto: noveski.com

Am Mittwoch wird im Edmund-Plambeck-Stadion das immer wieder reizvolle Regionalliga-Derby gegen den Profi-Nachwuchs angepfiffen.

Lübeck/Norderstedt. Das 3:0 im Stadion Buniamshof hatte ungemein belebende Wirkung auf die Fußballer von Eintracht Norderstedt. War die Anreise zur Regionalliga-Partie beim 1. FC Phönix Lübeck wegen der nervlichen Anspannung noch ungewöhnlich schweigsam verlaufen, herrschte auf der Rückfahrt ausgelassene Stimmung im Mannschaftsbus.

Nach den beiden Punktspielniederlagen gegen den SC Weiche Flensburg 08 (1:3) und die SV Drochtersen/Assel (0:1) sowie der 0:7-Packung in der ersten Runde des DFB-Pokals bei Bayer 04 Leverkusen stand die Eintracht im Match beim Aufsteiger gehörig unter Druck – und hielt diesem trotz eines dünn besetzten Kaders stand. Der Sieg war verdient; trotz einer knapp 20-minütigen Schwächephase zu Beginn der zweiten Halbzeit, in der Keeper Lars Huxsohl sein Team vor dem Ausgleich bewahrte.

Gutes Debüt von Dylan Williams

Die Norderstedter, die den vor drei Wochen von Oberligist Hamm United verpflichtete US-Boy Dylan Williams von Beginn an im Mittelfeld einsetzten (Trainer Jens Martens: „Er hat seine Regionalligatauglichkeit bewiesen“), bestimmten die erste Halbzeit und gingen folgerichtig durch Johann von Knebel in Führung (25.). Nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst das Bild. Die Hausherren kamen stark auf und vergaben durch Corvin Bock (47./Huxsohl-Parade und 51./Pfostenschuss) zweimal das 1:1.

Nach einem Konter über Nils Brüning markierte Nick Gutmann das 0:2 (65.), ehe Phönix auch die letzte Chance ausließ, der Partie noch eine Wende zu geben. Haris Hyseni scheiterte mit einem von Dane Kummerfeld verursachten Handelfmeter an Lars Huxsohl (70.). Als Lübecks Schlussmann Kevin Tittel einen Schuss des eingewechselten Batuhan Evren nach vorn abprallen ließ und Evans Nyarko in der 83. Minute einnetzte, war der Drops endgültig gelutscht.

Eintracht hat das nötige Spielglück

„Wir haben es im ersten Durchgang gut gemacht und hatten dann das nötige Spielglück“, sagte Coach Martens, „kämpferisch war unsere Leistung nach der Pause in Ordnung, spielerisch bis auf die beiden schönen Tore eher nicht. Aber dieses Erfolgserlebnis hilft uns in der angespannten Personalsituation trotzdem weiter.“

In der Tat sind die Norderstedter, die auf Innenverteidiger Hamajak Bojadgian, Rico Bork (Muskelfaserrisse) und Stürmer Michael Kobert (Knie) komplett verzichten mussten und ihren angeschlagenen Kapitän Jordan Brown (Adduktorenprobleme) schonten, aktuell vom Verletzungspech arg gebeutelt. Jüngstes Beispiel: Der nach dem Abschlusstraining für die Startelf nominierte Youngster Alexandre Rajao da Cunja stürzte am Abend vor dem Spiel zu Hause die Treppe nicht etwa runter, sondern rauf und zog sich dabei einen tiefen Cut direkt unter dem Knie zu – ab ins Krankenhaus, Einsatz in Lübeck unmöglich.

Übrigens auch in der Partie gegen den Hamburger SV II, der am Mittwoch um 19 Uhr zum immer wieder reizvollen Nachbarschaftsduell ins Edmund-Plambeck-Stadion an der Ochsenzoller Straße kommt. „Mal sehen, mit was für einer Truppe unser Gegner aufläuft“, sagte Jens Martens, „es würde mich nicht wundern, wenn der HSV zwei, drei Akteure aus dem Profikader für die zweite Mannschaft abstellt.“

Vorverkauf mit 250 Sitz- und 150 Stehplatztickets

Eine wichtige Info für alle Eintracht-Anhänger: Im Vorverkauf sind 250 Sitzplatz-Tickets für die Blöcke A 4 und A 5 sowie 150 Stehplatzkarten erhältlich und können heute von 17 bis 19 Uhr im Stadion-Fanshop gegen Vorlage des Personalausweises zum Preis von 12 bzw.
7 Euro erworben werden.

1. FC Phönix Lübeck – Eintracht Norderstedt 0:3 (0:1). – Zuschauer: 500. – Schiedsrichter: Florian Böhm (Bremen). – Tore: 0:1 Johann von Knebel (25.), 0:2 Nick Gutmann (63.), 0:3 Evens Nyarko (83.). – Eintracht: Huxsohl – Marxen, Nuxoll, Grau, Kummerfeld – Koch – Gutmann (89. Lüneburg), Nyarko (85. Karschau), D. Williams, Brüning (75. Evren) – von Knebel..