Saisonvorbereitung

Oberliga-Handballerinnen tanken Sonne und Kondition

Der Mannschaftskader des HTN für die Serie 2020/2021 ist mittlerweile auf 21 Spielerinnen angewachsen.

Der Mannschaftskader des HTN für die Serie 2020/2021 ist mittlerweile auf 21 Spielerinnen angewachsen.

Foto: HT Norderstedt

Der hoch motivierte Aufsteiger HT Norderstedt legt im Trainingslager auf Usedom die Grundlage für eine erfolgreiche Punktrunde

Norderstedt. Die Frauen des HandballTeams Norderstedt schwitzen, schwimmen und sprinten zurzeit um die Wette, um zum für Oktober geplanten Start der Oberliga-Saison topfit zu sein. Zuletzt stand ein viertägiges Trainingscamp auf Usedom, genauer gesagt, im Jugendferienpark Ahlbeck, auf ihrem Programm. Leiter der Einrichtung der Sportjugend Berlin sind die Eltern von HTN-Handballer Robert Schulze.

Der 29-Jährige, der in der vergangenen Saison noch Leistungsträger für die Männer des HT Norderstedt aktiv war, tritt in Zukunft sportlich kürzer. Stattdessen unterstützt Schulze, der 2014 mit dem HSV Hamburg die Champions League gewonnen hat, Frauencoach Bernd Haarbrücker als Co-Trainer an der Seitenlinie. „Das passt, ich kenne Robert schon seit fast 20 Jahren“, sagt Haarbrücker, der sich sehr über seinen neuen Assistenten freut.

Robert Schulze ist Bernd Haarbrückers Co-Trainer

Auf Usedom waren Hallentraining, Teambuilding und andere sportliche Aktivitäten angesagt. Zusätzlich zu den drei Indoor-Übungseinheiten wurde auch Beachhandball gespielt und ein Triathlon für Zweiermannschaften absolviert.

Der Kader des HT Norderstedt ist mittlerweile auf 21 Spielerinnen angewachsen. Jüngste Neuzugänge sind Außen Jenni Bindseil (21) und Rückraumakteurin Aliena Kuhn (18), die zuletzt in der A-Jugend-Bundesligatruppe des Altrahlstedter MTV aufgelaufen sind. Als weiterer Betreuer steht Jens Timpe zur Verfügung.

Die HTN-Frauen beendeten die wegen der Corona-Pandemie abgebrochene Hamburg-Liga-Saison 2019/2020 als Tabellendritter und haben als Nachrücker den Sprung in die vierthöchste deutsche Klasse geschafft, da Vizemeister SG Niendorf/Wandsetal auf seinen Platz verzichtete. Nun wollen die Norderstedterinnen beweisen, dass sie ihren Platz in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein auch verdient haben.

Neuer Spielmodus wegen Corona-Pandemie

Der Start der Punktrunde ist laut Hamburger Handball-Verband für das Wochenende 17./18. Oktober vorgesehen. Die 17 Mannschaften werden zunächst in zwei Gruppen nach dem Modus jeder gegen jeden antreten. Nach der Vorrunde werden sich dann die jeweils besten vier Teams der Staffeln in der Meisterrunde wiedertreffen. Die Teams auf den Gruppenplätzen fünf bis neun (Gruppe A) beziehungsweise fünf bis acht (Staffel B) kämpfen um den Klassenerhalt und ermitteln die Absteiger.

Die HTN-Frauen treffen in der mit neun Mannschaften bestückten Gruppe A unter anderem auf den amtierenden Oberligameister HL Buchholz/Rosengarten II und auf auf die SG Todesfelde/Leezen, die die Vorsaison als Vierter beendet hat. Außerdem müssen sich die Norderstedterinnen in der Vorrunde mit dem AMTV Hamburg (Platz fünf in der vergangenen Oberliga-Serie), dem TSV Ellerbek (8.), der HSG Holstein Kiel/Kronshagen (9.), dem Bredstedter TSV (12.), Preußen Reinfeld (14.) sowie dem Vizemeister der Schleswig-Holstein-Liga, Slesvig IF, auseinandersetzen.

Einer der Gegner: die SG Todesfelde/Leezen

„Ich hätte gerne die Staffel mit acht Teams gehabt. Wir haben leider die etwas schwerere Gruppe erwischt. Aber zu Hause können wir jeden Gegner schlagen“, sagt Bernd Haarbrücker.

Die Männer des HT Norderstedt wurden in die Oberliga-Staffel B gelost, haben also in der Vorrunde sieben Partien zu absolvieren. Die Mannschaft von Trainer Florian Deppe, die als Hamburg-Liga-Champion aufgestiegen ist, bekommt es mit dem THW Kiel (2.), dem TSV Hürup (4.), TSV Kronshagen (5.), DHK Flensborg (6.), FC St. Pauli (10.) und TV Fischbek (14.) sowie Schleswig-Holstein-Liga-Meister HSG Tarp/Wanderup zu tun. Deppe: „Von Losglück kann man nicht gerade sprechen, aber es sind interessante Aufgaben dabei.“

„Ich finde dies Lösung mit den Gruppen eigentlich ganz gut“, sagt HTN-Frauencoach Bernd Haarbrücker, der die Auslosung vor Ort in Neumünster verfolgte. Der 61-Jährige hofft, dass es im Oktober dann auch tatsächlich losgeht. „Ich bin mir da nicht sicher, denn die Corona-Infektionszahlen sind ja zuletzt wieder gestiegen. Es kann auch sein, dass alles wieder heruntergefahren wird.“

Geplant: Testmatch gegen den SVHU

Zunächst einmal gelten aber Lockerungen im Trainings- und Spielbetrieb. Also soll auch im Schulzentrum Süd endlich wieder Handball gespielt werden. Haarbrücker: „Wir wollen auf jeden Fall ein Testmatch gegen Drittligist SV Hen­stedt-Ulzburg bestreiten. Das haben wir schon zweimal verschieben müssen. Nun hoffen wir, dass die Partie im September stattfinden kann.“

Auch ein Vorbereitungsturnier ist im Gespräch. Über allen Planungen, Ideen und Hoffnungen steht aber – wie überall – der weitere Verlauf der Corona-Pandemie…