Aufstiegsambitionen

Tennisclub an der Schirnau will in die Regionalliga

Die Belgierin Eliessa Vanlangendonck (knieend) sowie ihre Mannschaftskameradinnen Anna Petkovic, Tizia Brocks, Julia Paetow, Katharina Huhnholz und Ines May (stehend von links) sind heiß auf den Aufstieg.

Die Belgierin Eliessa Vanlangendonck (knieend) sowie ihre Mannschaftskameradinnen Anna Petkovic, Tizia Brocks, Julia Paetow, Katharina Huhnholz und Ines May (stehend von links) sind heiß auf den Aufstieg.

Foto: Thomas Maibom

Ärgster Widersacher im Kampf um die Nordliga-Meisterschaft ist der Club an der Alster II. Am 29. August kommt es zum Gipfeltreffen.

Kaltenkirchen.  Erst waren sie wegen der Corona-Pandemie über viele Wochen zum Warten verdammt, nun geht es für die Tennisdamen des TC an der Schirnau terminlich Schlag auf Schlag. An den kommenden drei Wochenenden stehen drei Nordliga-Partien auf dem Programm, in denen sich die Kaltenkirchenerinnen den Traum vom Aufstieg in die Regionalliga Nord-Ost erfüllen wollen.

Leicht wird dieses Unterfangen allerdings nicht. Mit der zweiten Mannschaft des Clubs an der Alster steht der Schirnau-Crew ein harter Widersacher im Meisterschaftskampf gegenüber. Die Truppe vom Rothenbaum ist personell enorm stark besetzt und dürfte nur in Gala-Form zu bezwingen sein. Die beiden Favoriten auf die Staffelmeisterschaft treffen am Sonnabend, 29. August, um 13 Uhr auf der Anlage an der Hallerstraße im vermutlich entscheidenden Duell aufeinander.

Nur fünf Mannschaften in der Nordliga B

Mit dieser Ausgangssituation darf gerechnet werden, weil in der Sommerrunde nur fünf Mannschaften für den Spielbetrieb gemeldet haben und der TC an der Schirnau sowie der Club an der Alster II klar hervorstechen.

Die Hamburgerinnen haben bislang ihre beiden Auswärtspartien beim TuS Lübeck 1893 (7:2) und Uhlenhorster HC (8:1) deutlich gewonnen. Die Schirnauerinnen behielten gegen Schlusslicht Lübeck mühelos mit 9:0 die Oberhand. Am kommenden Sonntag geht es für den TCS um 11 Uhr auf der heimischen Anlage an der Schirnauallee gegen den Vorletzten TV Jahn Wolfsburg weiter.

Lange Fahrten nimmt derzeit Spitzenspielerin Eliessa Vanlangendonck in Kauf. Die 23 Jahre alte Belgierin schlägt derzeit in Halle (Westfalen) bei der neuen deutschen Turnierserie International Premier League (Preisgeld: 150.000 Euro) mit 190 Damen und Herren auf, um in Zeiten von Corona Wettkampfpraxis zu sammeln.

Souveräner Auftakterfolg gegen TuS Lübeck 1893

Vanlangendonck stellte sich trotz der vermeintlich leichten Aufgabe gegen den TuS Lübeck 1893 zur Verfügung und entschied ihr Einzel gegen Linn Timmermann locker mit 6:0 und 6:2 für sich. Auch die übrigen Matches waren für die Gastgeberinnen mehr oder weniger klare Angelegenheiten. Nur Katharina Huhnholz hatte bei ihrem Erfolg im Match-Tiebreak über Paula Prehn (6:7, 6:4, 10:3) etwas Mühe.

Schon etwas mehr als eine Woche vor dem Gipfeltreffen in der Staffel B denkt Mannschaftsführerin Christin Potsch über die bestmögliche Aufstellung nach. Da Potsch in Berlin wohnt, stellt sie das Team gemeinsam mit Tizia Brocks, die an Nummer drei gemeldet ist, zusammen. „Es ist schon eine komische Saison mit vielen Unwägbarkeiten“, sagt die Kapitänin, die eines betont: „Wir werden alles dransetzen, den Sprung in die Regionalliga zu schaffen. Diesen Anspruch hatten wir schon immer, auch wenn es oft nicht geklappt hat.“

Die Mannschaft spielt ohne Trainer

Das verantwortliche Duo Potsch/Brocks ist entstanden, weil Schirnaus Damen ohne Trainer auskommen müssen. Insofern ist Flexibilität angesagt: Ein Großteil des Kaders wohnt nämlich nicht in Kaltenkirchen. So ist Katharina Huhnholz in Boostedt zu Hause, Kim Juliane Auerswald in Marne, Julia Paetow in Bremen, Anna Petkovic in Glinde. Und die von der SV Blankenese zurückgekommene Ines May muss ebenfalls pendeln. „Wir kriegen es mit den Übungseinheiten trotzdem ganz gut hin, trainieren zur Steigerung des Tempos einmal in der Woche intensiv mit den Herren 30“, sagt Tizia Brocks.

TC Garstedt feiert zweiten Auswärtssieg

Auch in der Schleswig-Holstein-Liga der Herren läuft alles auf einen Zweikampf im Aufstiegsrennen hinaus. Im Kreis der sechs Vereine mischt die Truppe des TC Garstedt bislang erfolgreich mit. Der TCG hat seine beiden bisherigen Auswärtsbegegnungen gewonnen; am 20. Juni mit 7:2 beim Nachbarn TC Rot-Weiss Wahlstedt, zuletzt mit 6:3 beim THC Ahrensburg. Zusammen mit dem zweiten Teams des Suchsdorfer SV führen die Garstedter (4:0 Punkte) die Tabelle an. Im Spitzenspiel am Sonnabend, 29. August, 14 Uhr, hat die Crew von Trainer Dieter Schütz Heimrecht.

Schlusslichter der Schleswig-Holstein-Liga sind nach dem 3:6 gegen Suchsdorf III der TC Rot-Weiss Wahlstedt und der THC Ahrensburg (beide 0:4 Zähler). Die Kellerkinder treffen am Sonnabend, 29. August, aufeinander.