Fussball

3:2 – Eintracht Norderstedt erreicht Lotto-Pokal-Finale

Eintracht-Kapitän Jordan Brown ballt triumphierend die Hände. Der 28 Jahre alte Deutsch Jamaikaner erzielte in der 16. Minute das 1:1.

Eintracht-Kapitän Jordan Brown ballt triumphierend die Hände. Der 28 Jahre alte Deutsch Jamaikaner erzielte in der 16. Minute das 1:1.

Foto: Anne Pamperin / Anne Pamperin (NZ)

Norderstedts Regionalliga-Kicker schalten im Halbfinale Altona 93 aus. Endspielgegner ist am kommenden Sonnabend der TSV Sasel.

Norderstedt.  Die Regionalliga-Fußballer von Eintracht Norderstedt sind nur noch einen Schritt vom dritten Sieg im Hamburger Cupwettbewerb nach 2016 und 2017 entfernt. Mit einem 3:2 (2:2)-Heimerfolg im Edmund-Plambeck-Stadion gegen den Staffelgefährten Altona 93 qualifizierte sich die Elf von Trainer Jens Martens für das Lotto-Pokal-Endspiel der Saison 2019/2020.

Wiedersehen mit zwei Ex-Norderstedtern

Gegner ist am Sonnabend, 22. August, um 14.45 Uhr Oberliga-Club TSV Sasel, der in der Vorschlussrunde mit den beiden Ex-Norderstedtern Deran Toksöz und Marin Mandic im Aufgebot dem SV Rugenbergen mit 3:0 (1:0) das Nachsehen gab.

Ausgetragen wird das Finale überraschend erstmals seit elf Jahren nicht im Stadion Hoheluft des SC Victoria am Lokstedter Steindamm, sondern auf der Wolfgang-Meyer-Sportanlage an der Hagenbeckstraße, der Heimspielstätte des Hamburger SV II. Also auf Natur- statt auf Kunstrasen. Eintracht-Coach Martens ist dies herzlich egal: „Wir nehmen es sportlich und spielen dort, wo man uns hinschickt.“

Katastrophale Fehler vor den Gegentoren

Überhaupt nicht egal war dem Coach die Leistung seiner Mannschaft gegen Altona 93. Denn an der hatte der Fußballlehrer einiges auszusetzen. Und das lag nicht etwa daran, dass das Match unter strengen Hygiene- und Abstandsvorschriften ausgetragen wurde. „Ich bin total glücklich, dass wir uns für das Endspiel qualifiziert haben“, sagte Martens, „aber wir haben uns das Leben mit zwei katastrophalen Fehlern vor den beiden Gegentore unnötig schwer gemacht, uns zudem viele technische Fehler geleistet. Wir sind noch lange nicht da, wo wir am Ende der vergangenen Saison waren.“

Philipp Koch ist an allen Toren beteiligt

Kurios: An allen entscheidenden Szenen der Partie beteiligt war der dienstälteste Eintracht-Akteur – sowohl negativ als auch positiv. Mittelfeldmann Philipp Koch servierte den Gästen zunächst mit einem haarsträubenden Rückpass deren Führungstor durch Aladji Barrie auf dem Silbertablett (2.). Kurz vor dem Halbzeitpfiff von Schiedsrichter verursachte er mit seinem ungeschickten Einsteigen gegen den nur auf ein Foul im Strafraum lauernden Moritz Kloß zudem einen Elfmeter für den AFC, den Barrie eiskalt zum 2:2 verwandelte.

Aber: Koch spielte auch bei allen drei Treffern seiner Mannschaft eine entscheidende Rolle. So leitete er den Spielzug ein, den Jordan Brown nach Doppelpass mit Neuzugang Nick Gutmann zum 1:1 abschloss (16.). Er schlug die Ecke, die Johann von Knebel zum 2:1 verwertete (21.). Und er schickte Dane Kummerfeld, dessen Flanke Jan Lüneburg zum 3:2 einköpfte (68.), mit einem schönen Diagonalpass auf die Reise.

Jan Lüneburg wird zum Matchwinner

Lüneburg wurde damit wie schon im Viertelfinale beim 1:0 gegen Regionaliga-Aufsteiger FC Teutonia 05 zum Matchwinner. „Schade, unter normalen Bedingungen und bei diesem Wetter hätten wir mindestens 2000 Zuschauer im Stadion gehabt. Ich denke, man muss nicht darüber diskutieren, dass wir die Partie verdient gewonnen haben“, sagte der Angreifer, „wir haben Altona 93 die Tore eins und zwei geschenkt, aber aus dem Spielgeschehen heraus hatte unser Gegner kaum Möglichkeiten.“

Für das Halbfinale im Hamburger Lotto-Pokal haben sich die Regionaliga-A-Junioren von Eintracht Norderstedt qualifiziert. John Posselt markierte für die Mannschaft des neuen Trainers An­dreas Prohn in der 51. Minute den entscheidenden Treffer zum 1:0 (0:0) beim HEBC.

Eintracht Norderstedt – Altona 93 3:2 (2:2). Tore: 0:1 Aladji Barrie (2.), 1:1 Jordan Brown (16.), 2:1 Johann von Knebel (21.), 2:2 Aladji Barrie (45./Foulelfmeter), 3:2 Jan Lüneburg (68.). – Eintracht: Huxsohl – Marxen, Nuxoll, Grau, Kummerfeld – Koch – Gutmann (86. D. Akyol), Brown, von Knebel, Brüning (56. Nyarko) – Lüneburg (91. Rajao da Cunha).