FUSSBALL

Hamburger Lotto-Pokal darf stattfinden

| Lesedauer: 3 Minuten
Am 22. August soll das Finale im Lotto-Pokal ausgetragen werden.

Am 22. August soll das Finale im Lotto-Pokal ausgetragen werden.

Foto: TayDucLam / WITTERS

Zunächst benötigt Eintracht Norderstedt aber die Zustimmung des Kreises für eine Rückkehr ins reguläre Teamtraining.

Hamburg. Die ersehnte Genehmigung kam am Freitag: Schriftlich hat Christoph Holstein, zuständiger Staatsrat für Sport bei der Innenbehörde der Hansestadt Hamburg, den Hamburger Fußball-Verband (HFV) darüber informiert, dass das reguläre Mannschaftstraining und der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden dürfen.

Allerdings gilt das nicht für alle Amateurfußballer, sondern zunächst nur für diejenigen Teams (Herren, Frauen, A-Junioren), die noch im Lotto-Pokal – und zwar jenen der alten Saison 2019/2020 – vertreten sind. Dieser Wettbewerb ist noch nicht abgeschlossen, das soll aber unbedingt geschehen.

Maximal 1000 Sitzplätze – oder 200 Stehplätze

Für Regionalligist Eintracht Norderstedt bedeutet das: Die Viertelfinalpartie bei Teutonia 05 am 8. oder 9. August kann stattfinden. Unter welchen Bedingungen allerdings, ist noch längst nicht klar. Denn es gibt mehrere Knackpunkte: Grundsätzlich wären Zuschauer zugelassen, hierbei gelten die allgemeinen Richtlinien für Veranstaltungen. Heißt: Unter freiem Himmel maximal 1000 Besucher bei festen Sitzplätzen – oder maximal 200, wenn es keine gibt. So wie auf dem Teutonia-Platz an der Kreuzkirche.

Da wäre es naheliegend, das Spiel gleich in das Stadion Hoheluft zu verlegen, wo der Verein sowieso künftig seine Regionalliga-Begegnungen austragen will. Pikant: Bekanntlich dürfen alle Teilnehmer mit ihren neuen Kadern antreten, die für die Saison 2020/2021 zur Verfügung stehen. Da spielt Teutonia in der gleichen Spielklasse wie Norderstedt. In der damaligen Auslosung wurde die Eintracht jedoch zuerst gezogen, hätte dieser Logik zufolge Heimrecht. Bislang war das aber kein Thema für den Spielausschuss.

Die sonstigen Hygiene-Auflagen basieren auf dem Konzept „Zurück ins Spiel“ des DFB, sie dürften kein Hindernis sein. Dass alle Zuschauer namentlich erfasst werden müssen, dazu auch der Mindestabstand Pflicht ist, weiß heutzutage jeder. Für die Mannschaften würde auch gelten: Händeschütteln oder Umarmungen sollen unterlassen werden, außerhalb des Spielfelds und dazu in Pausen ist der Abstand ebenso Vorschrift. Ist ein Abstand nicht möglich, ist das Tragen einer Maske nötig.

Eintracht ist auf das Gesundheitsamt angewiesen

Aus Sicht der Eintracht ist ein anderes Problem gravierender. Denn die Hansestadt Hamburg hat in Norderstedt nichts zu sagen, hier ist das Gesundheitsamt des Kreises Segeberg zuständig, damit die Garstedter überhaupt einmal ein reguläres Teamtraining – und nicht in Kleingruppen à zehn Spielern – durchführen können. „Wir würden uns freuen, wenn sich auch die Kreise Segeberg und Pinneberg dieser Ausnahmegenehmigung zeitnah anschließen können“, sagt der HFV-Präsident Dirk Fischer. Der Verband hat einen entsprechenden Antrag nach Bad Segeberg geschickt.

Am Freitagnachmittag war von der Segeberger Kreisverwaltung hierzu aber keine Stellungnahme mehr zu bekommen. Der Club, dessen A-Junioren übrigens ebenso noch im Lotto-Pokal dabei sind, erwartet eine Genehmigung am Montag. Eine Verzögerung, während die Kontrahenten bereits starten dürfen, wäre gleichbedeutend mit einer Wettbewerbsverzerrung und dürfte an der Ochsenzoller Straße für erheblichen Unmut sorgen.

( che )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Sport