FUSSBALL

Clemens Neitzel-Petersen bleibt in der Bundesliga

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Abklatschen per Ellenbogen: Der Norderstedter Schiedsrichter Clemens Neitzel-Petersen und Florian Kohfeldt, Trainer von Bundesligist Werder Bremen.

Abklatschen per Ellenbogen: Der Norderstedter Schiedsrichter Clemens Neitzel-Petersen und Florian Kohfeldt, Trainer von Bundesligist Werder Bremen.

Foto: MarvinGuengoer / MarvinGuengoer/GES//Witters/Pool

Der Schiedsrichter von Eintracht Norderstedt hat sich etabliert. Sein Vereinskollege Luca Jürgensen steigt in die 3. Liga auf.

Norderstedt. Sich in der Bundesliga zu behaupten, ist für Fußball-Schiedsrichter nicht minder herausfordernd als für die Sportler. Vielmehr unterliegen die Referees strengen Bewertungskriterien. Manchmal können ein, zwei schwache Partien über Auf- oder Abstieg entscheiden. Umso bemerkenswerter ist daher, wie sich Clemens Neitzel-Petersen von Eintracht Norderstedt mittlerweile etablieren konnte in der höchsten deutschen Spielklasse. Der 33 Jahre alte Norderstedter gehört zum festen Pool der Schiedsrichter-Assistenten. Mit wechselnden Unparteiischen ist er regelmäßig bei Begegnungen der ersten, aber auch der zweiten Liga, dazu im DFB-Pokal, im Einsatz. Meist an der Linie, teilweise aber auch als vierter Offizieller.

Nach der Corona-Zwangspause waren das vier Partien: Werder Bremen – Bayer Leverkusen (1:4), Hertha BSC – FC Augsburg (2:0), Borussia Mönchengladbach – VfL Wolfsburg (3:0) und Eintracht Frankfurt gegen den SC Paderborn (3:2). In diesen Spielen, bekanntlich allesamt unter Ausschluss der Öffentlichkeit, assistierte er den Schiedsrichtern Tobias Stieler, Sven Jablonski, Robert Schröder und Benjamin Brand.

Am Einsatzfeld von Neitzel-Petersen wird sich auch in der kommenden Spielzeit 2020/2021 nichts ändern. Das hat der Hamburger Fußball-Verband, dem Neitzel-Petersen ja angehört, bekanntgegeben. Insgesamt sind drei Hamburger als Assistenten dabei, denn auch Norbert Grudzinski (TSV Wandsetal) und Sascha Thielert (TSV Buchholz 08) behalten ihre Plätze. Patrick Ittrich vom MSV Hamburg pfeift als Schiedsrichter ebenso weiterhin – wie bereits seit 2015 – im deutschen Oberhaus. Mit Konrad Oldhafer (SC Poppenbüttel) hat der Hamburger Verband zudem nun einen Drittliga-Referee – er und Fabian Porsch (Barsbütteler SV) sind dazu jeweils Zweitliga-Assistenten.

Dass Clemens Neitzel-Petersen Spiele auch leitet, kommt kaum noch vor. Denn in der Regel spezialisieren sich Schiedsrichter ab der 3. Liga. Und es gibt eben mehr Möglichkeiten, als Assistent nominiert zu werden. Genauso so hatte es Neitzel-Petersen gemacht. Sein Debüt in der 3. Liga gab er übrigens im Juli 2012 bei einer Begegnung zwischen dem SV Babelsberg 03 und dem SV Darmstadt 98 (2:0), bis 2015 leitete er parallel noch Regionalliga-Spiele, danach konzentrierte er sich auf die Assistenten-Rolle.

Insgesamt kommt er bislang auf jeweils 41 Bundesliga- und Zweitliga-Einsätze sowie 69 in der dritthöchsten Spielklasse. Im Oktober 2019 pfiff der Norderstedter übrigens ausnahmsweise noch einmal eine Partie in der Oberliga Hamburg zwischen dem SC Victoria und dem TuS Osdorf (5:3).

Den Weg seines Vereinskollegen könnte, sofern die Leistungen ähnlich gut sind, auch Luca Jürgensen gehen. Der 23-Jährige ist ebenso Eintracht-Mitglied. Nach fünf Spielen in der Regionalliga Nord, 48 in der Oberliga Hamburg sowie 49 in verschiedenen Bundesliga-Staffeln der A-Junioren und B-Junioren bekommt er künftig eine Chance als Assistent in der 3. Liga. Und noch ein Aufsteiger kommt von der Eintracht: Der 29-jährige Kevin Klüver pfeift künftig in der Oberliga Hamburg. Weiterhin als Regionalliga-Assistent tätig ist ein weiterer Garstedter, nämlich Dominik Kopmann (21). Dieser leitete 2019/2020 auch schon zweimal eine Oberliga-Partie, hat zudem eine Erfahrung von 33 Landesliga-Spielen im Hamburger Raum.

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