Tennis

Herren 30 peilen die Nordliga-Vizemeisterschaft an

Die Herren-30-Mannschaft des TC an der Schirnau verfügt nach zwei Nordliga-Partien über ein ausgeglichenes Punktekonto. Hinten von links: Lars Müller-Madaus, Florian Lähn, Branko Weber und Simon Patzwaldt. Vorne von links: Michael Böckmann, Thorsten Kroll und Dennis Holst.

Die Herren-30-Mannschaft des TC an der Schirnau verfügt nach zwei Nordliga-Partien über ein ausgeglichenes Punktekonto. Hinten von links: Lars Müller-Madaus, Florian Lähn, Branko Weber und Simon Patzwaldt. Vorne von links: Michael Böckmann, Thorsten Kroll und Dennis Holst.

Foto: Anne Pamperin

Tennisclub an der Schirnau will sich hinter der starken Bundesliga-Reserve des Uhlenhorster HC Platz zwei in der Gruppe A sichern.

Kaltenkirchen.  Die 1:8-Heimniederlage gegen das zweite Team des Uhlenhorster HC nahm die Herren-30-Tennismannschaft des TC an der Schirnau relativ gelassen zur Kenntnis. Grund: Die Hanseaten sind der Meisterschaftsfavorit in der Gruppe A der Nordliga; mit Florian Rathmann und Lars Kirschner und Tim Helge Sutor bot der UHC sogar zwei Akteure auf, die zum Bundesliga-Kader ihres Vereins gehören.

Viel mehr ging den Schirnauern das nachmittägliche 1:5-Debakel der Zweitliga-Fußballer des Hamburger SV gegen den SV Sandhausen, das sie im Außenbereich der Clubgastronomie Esskapade auf ihren Handys verfolgten, an die Nieren. Der Grund: Branko Weber, Florian Lähn, Lars Müller-Madaus, Thorsten Kroll und Dennis Holst sind HSV-Anhänger und konnten kaum glauben, was sich während der 90 Minuten im Volksparkstadion abspielte.

HSV-Pleite schmerzt mehr als das 1:8 gegen den UHC II

Lediglich ihr Teamkollege Michael Böckmann war bester Dinge: Er ist Fan von Werder Bremen. Und die Truppe von der Weser hat ja noch die Chance, sich in zwei Relegationsspielen gegen den 1. FC Heidenheim den Bundesliga-Klassenerhalt zu sichern.

Apropos Relegation: Die haben in dieser Saison auch die Herren 30 des TCS im Visier. Platz eins dürfte dem Uhlenhorster HC II, der Ausnahmemannschaft der Staffel, nicht zu nehmen sein. „Aber wir wollen Vizemeister werden“, sagte Florian Lähn, der sich Tim Helge Sutor mit 1:6, 4:6 geschlagen geben musste. Hintergrund: Der zweite Rang berechtigt am Saisonende zur Teilnahme an einem Entscheidungsspiel gegen den Champion der Ostliga um den Aufstieg in die Regionalliga.

Den ersten Schritt dorthin hatte der TC an der Schirnau vor einer Woche mit dem 6:3-Auswärtserfolg gegen den Heikendorfer TC gemacht. „Den SC Victoria II müssten wir unter normalen Umständen schlagen“, so Lähn, „wie stark der DTV Hannover und der Osnabrücker TC sind, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genau sagen.“

Die Mannschaft ist körperlich topfit

Trotz der coronabedingten Tennispause nach dem Lockdown Mitte März sind er und seine Mannschaftskameraden körperlich so fit wie selten zuvor. Einmal pro Woche steht Teamtraining bei Kay Schmidt auf dem Programm, hinzu kommen je nach Wunsch und Zeit individuelle Übungseinheiten. Außerdem profitieren die Schirnauer von der Zusammenarbeit mit dem Hamburger Fitness-Coach und Osteopathen Nicholas Bauer, der sein Programm über den Video-Dienst Zoom anbietet.

Jetzt ist allerdings erst einmal Wettkampfpause: Ihren nächsten Punktspielauftritt hat die Crew aus Kaltenkirchen am Sonntag, 30. August. Dann geht’s zum DTV Hannover. Die Partien beim SC Victoria II und den Osnabrücker TC folgen am 6. und 13. September.

Nordliga, Herren 30, Grup­­pe A:
Tennisclub an der Schirnau – Uhlenhorster HC II 1:8.
Einzel: Branko Weber – Florian Rathmann 4:6, 5:7; Michael Böckmann – Lars Kirschner 1:6, 2:6; Florian Lähn – Tim Helge Sutor 1:6, 4:6; Lars Müller-Madaus – Sebastian Grantz 2:6, 6:4, 4:10; Thorsten Kroll – Jörg Sutor 2:6, 3:6; Dennis Holst – Lukas Weiland 1:6, 5:7. Das das Match schon nach den sechs Einzeln entschieden war, wurden die bedeutungslos gewordenen Doppel nicht mehr ausgetragen und mit 1:2 Matchpunkten gewertet.