Norderstedt
„Fußballerin des Jahres“

Alina Witt siegt zum vierten Mal hintereinander

Alina Witt (SV Henstedt-Ulzburg, Mitte) ist 24 Jahre alt – und hat in der Saison 2019/2020 schon 24-mal für den souveränen Regionalliga-Tabellenführer getroffen.

Alina Witt (SV Henstedt-Ulzburg, Mitte) ist 24 Jahre alt – und hat in der Saison 2019/2020 schon 24-mal für den souveränen Regionalliga-Tabellenführer getroffen.

Foto: Thomas Maibom

Die Stürmerin des SV Henstedt-Ulzburg setzt sich vor ihrer Mannschaftskollegin Jennifer Michel und Madeline Gieseler (TSV Siems) durch.

Henstedt-Ulzburg. „Nur keine falsche Bescheidenheit.“ Das bekam Alina Witt ein ums andere Mal zu hören, als sie Fragen von Freundinnen zu ihren Erfolgsaussichten bei der Wahl zur „Fußballerin des Jahres“ so beantwortete: „Erste zu werden, das kann diesmal schwierig werden, denn es gibt in Schleswig-Holstein ja viele gute Spielerinnen.“

In den Worten der Torjägerin vom Regionalligisten SV Henstedt-Ulzburg klang der Respekt vor einer starken Konkurrenz im Land mit. Nun hat es die herausragende Stürmerin des SVHU aber doch wieder geschafft und ist erneut die Beste; Witt wurde bei der vom Schleswig-Holsteinischen Fußball-Verband initiierten Online-Abstimmung erneut die Siegerin im nördlichsten Bundesland – zum vierten Mal hintereinander nach 2016, 2017 und 2018

Großes Lob an die Mannschaft

Alina Witt ist 24 Jahre alt, und bezeichnenderweise traf sie im bisherigen Verlauf der Saison 24-mal für den Regionalliga-Tabellenführer. „Ein wahnsinniges Gefühl, es ein weiteres Mal geschafft zu haben“, sagte die Seriensiegerin, die eine berufliche Laufbahn als Gestalterin für Visuelles Marketing eingeschlagen hat. Sie lobt vor allem ihre Mannschaft: „Ohne das Team stünde ich nicht da, wo ich jetzt bin.“

Demnächst wird der SHFV Alina Witt 500 Euro für den ersten Platz überweisen. Zu Hause bei den Eltern in Hamburg Bramfeld kehrte freudige Stimmung ein – trotz der Coronavirus-Krise und allgemeiner Besorgnis um die Gesundheit. Sogar die Großmutter war gekommen.

Für Platz eins gibt’s 500 Euro

Auf der Couch wurde das iPad aufgeklappt, und dann leuchtete die Liste der zehn bestplatzierten Kickerinnen auf. Ganz oben im Ranking: Alina Witt. Über 300 Euro kann sich SVHU-Mannschaftskapitänin Jennifer Michel freuen. Die 23 Jahre alte Mittelfeldspielerin (acht Saisontreffer) hat es zum ersten Mal geschafft, unter die Top drei zu kommen und belegte Rang zwei vor Madeline Gieseler (TSV Siems). Vera Homp (ebenfalls SVHU) kam auf den fünften Platz.

Ahmet Arslan gewinnt bei den Männern

Zum „Fußballer des Jahres“ wählte die Jury Ahmet Arslan vom Regionalligisten VfB Lübeck. „Trainer des Jahres“ wurde Ole Werner (KSV Holstein Kiel), „Schiedsrichterin des Jahres“ Susann Kunkel (SV Eichede).

Ursprünglich sollten nach Auszählung der Stimmen die Auszeichnungen in allen Kategorien Anfang vergangener Woche in Büdelsdorf überreicht werden. Wegen der Corona-Krise waren die Verantwortlichen des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes jedoch dazu gezwungen, die Veranstaltung zu canceln; sie veröffentlichten die Ergebnisse stattdessen auf der SHFV-Homepage.