FUSSBALL

Hartenholms Trainer Essmet Omid schlägt Alarm

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Jonas Altwein
Seit November 2018 ist der 26 Jahre alte Essmet Omid verantwortlich für die Hartenholmer Landesliga-Fußballer.

Seit November 2018 ist der 26 Jahre alte Essmet Omid verantwortlich für die Hartenholmer Landesliga-Fußballer.

Foto: Thomas Maibom

In der Rückrunde erwartet Essmet Omid Konstanz vom Fußball-Landesligisten. Ansonsten droht sein Abgang.

Hartenholm. Beim Blick auf die Tabelle murrt es in Essmet Omid. Der junge Trainer hatte sich mit den Fußballern des TuS Hartenholm für die Landesliga-Spielzeit 2019/20 einiges vorgenommen, doch nach der ersten Saisonhälfte läuft man den eigenen Ansprüchen weit hinterher. Statt gewünschten Erfolgserlebnissen gibt es immer wieder heftige Rückschläge für die Segeberger, die als Tabellendreizehnter erneut um den Ligaverbleib in der Holstein-Staffel bangen müssen. Während Torwart-Trainer Oliver Hallerberg unlängst die schweren Verluste von Torhüter Felix Rathjen und Mittelfeldspieler Jannik Holz beklagte („Die Abgänge konnte nicht wir nicht kompensieren“), hat Chefcoach Omid auch ein Einstellungsproblem ausgemacht. „Wie wir uns in der Hinrunde präsentiert haben, war nicht okay. Jeder verliert mal, aber nicht so“, kritisiert der 26-Jährige.

0:7 gegen den SV Eichede II, 2:7 gegen Grün-Weiß Siebenbäumen, 0:9 gegen Dornbreite Lübeck – es waren erschütternde Niederlagen, die sich die Hartenholmer Fußballer leisteten, und in der Häufigkeit auch nicht mehr als Ausrutscher zu entschuldigen waren. In der Rückrunde erhofft sich Omid nicht nur durch die Verpflichtungen von Torhüter Nico Jeschke (WSV Tangstedt) und Mittelfeldspieler Ardit Luma (SV Eichede II) ein besseres Abschneiden. Für Entlastung soll vor allem der neue Sportliche Leiter Martin Ghafury sorgen, der die lange vakante Lücke des im Herbst zur Kaltenkirchener Turnerschaft abgewanderten Olaf Rosenthal geschlossen hat. „Er soll Spieler akquirieren und den geplanten Umbruch endlich umsetzen“, so beschreibt Omid das Anforderungsprofil Ghafurys.

Für den ebenfalls erst 26 Jahre alten Neuankömmling ist der Posten in Hartenholm komplettes Neuland. Bislang war Ghafury für den HSV Barmbek-Uhlenhorst als Schiedsrichter im Hamburger Fußball-Verband tätig. „Er wollte mal etwas Neues ausprobieren. Patrick Petersen-Lund aus dem Vorstand hat den Kontakt hergestellt“, erklärt Omid. Der Vermögensberater aus Hamburg hat sich mit dem Wechsel nach Hartenholm aber gewiss keine leichte Aufgabe ausgesucht. Nicht nur im Hinblick auf die Zusammenstellung des Kaders muss Ghafury angesichts der bedrohlichen Tabellensituation zweigleisig planen. Auch die Zukunft von Trainer Omid ist keinesfalls gesichert. Angesprochen auf seinen Verbleib bei den Segebergern gibt sich der Chefcoach zurückhaltend. „Ich habe signalisiert, dass ich weitermache – sofern sich die sportliche Situation verändert“, so Omid.

Die Landesliga-Rückrunde beginnt in drei Wochen

Heißt im Klartext: Sollte sich das Team in der Rückrunde weiter so launisch präsentieren wie bislang, ist der ambitionierte Trainer weg. Drei Wochen vor dem Rückrundenstart beim SV Eichede II (8. März) gibt es beim Landesligisten in der Winter-Vorbereitung noch Luft nach oben. Das 2:2 nach 0:2-Pausenrückstand im Testspiel am Sonntag gegen den wiedererstarkten Verbandsligisten Kaltenkirchener TS stellte Omid jedenfalls noch nicht zufrieden. „Wir waren nicht konsequent im Spiel nach vorne und haben defensiv immer wieder Lücken angeboten. Wir müssen noch härter und besser arbeiten“, fordert der Coach. Ansonsten ist das Kapitel Essmet Omid beim TuS Hartenholm womöglich bald beendet.

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