Norderstedt
28. Blomberg-Cup

Der TSV Bordesholm entthront den VfR Neumünster

Der TSV Bordesholm sicherte sich die 500 Euro Siegprämie und stellte mit Mika Jönck den besten Spieler sowie mit dem früheren Hartenholmer Felix Rathjen den besten Torhüter des Turniers.

Der TSV Bordesholm sicherte sich die 500 Euro Siegprämie und stellte mit Mika Jönck den besten Spieler sowie mit dem früheren Hartenholmer Felix Rathjen den besten Torhüter des Turniers.

Foto: Thomas Maibom

Oberliga-Fußballer setzen sich beim Hallenturnier des TuS Hartenholm im Finale mit 3:2 durch. Der SC Rönnau 74 belegt Platz vier.

Hartenholm.  Zumindest ein bisschen durften sie sich dann doch noch als Sieger fühlen: Sechs Jahre lang hatte Felix Rathjen für die Fußballer des TuS Hartenholm, die beim 28. Blomberg-Cup keine entscheidende Rolle spielten, zwischen den Pfosten gestanden. Jetzt kehrte der 27-Jährige erstmals an die alte Wirkungsstätte zurück. Und wie: Rathjen war der Hauptgarant dafür, dass sein neuer Verein, Oberligist TSV Bordesholm, Titelverteidiger VfR Neumünster durch einen 3:2-Finalerfolg vom Thron des hochkarätig besetzten Wettbewerbs in der Gerhard-Lawerentz-Mehrzweckhalle am Timm-Schott-Weg stieß.

Der frühere Hartenholmer wurde von der Turnierleitung anschließend als bester Torhüter des dreitägigen Events ausgezeichnet. „Und das völlig zurecht. Felix ist auch in der Oberliga Schleswig-Holstein einer der Besten seiner Zunft“, sagte Oliver Hallerberg, der Rathjen als Torwarttrainer in Hartenholm mehrere Jahre lang gefördert hat.

Felis Rathjens triumphale Rückkehr

Für den abstiegsbedrohten Landesligisten und Gastgeber des Blomberg-Cups war das Wiedersehen mit der langjährigen Nummer eins auch mit gemischten Gefühlen verbunden. So führte das starke Auftreten Rathjens den Hartenholmer Verantwortlichen schmerzlich vor Augen, wie groß die Lücke doch gewesen ist, die der Keeper mit seinem Abgang im vergangenen Jahr hinterlassen hat. „Es ist kein Geheimnis, dass wir seinem Verlust und auch dem von Jannik Holz hinterhertrauern. Diese Abgänge konnten wir leider nicht kompensieren“, räumte Hallerberg ein.

Neben Felix Rathjen standen mit den Brüdern Aaron (25) und Alexander Meyerfeldt (28) noch zwei weitere altbekannte Gesichter im Aufgebot des Turniersiegers. Die gebürtigen Henstedt-Ulzburger, die in der Jugend unter anderem für den SVHU und die Kaltenkirchener TS spielten, liefen in der Saison 2014/2015 gemeinsam für den TuS Hartenholm in der Schleswig-Holstein-Liga auf. Anschließend ging es über Kilia Kiel und ihren Heimatclub vor zwei Jahren nach Bordesholm.

Teams aus Hartenholm kicken mit mäßigem Erfolg

Der aktuelle Kader der Hartenholmer hat nur noch sehr wenig mit dem Aufgebot aus Fünftliga-Zeiten gemein. Beim Blomberg-Cup schickten sie gleich drei Teams ins Rennen, die sich aus Akteuren der Landesliga-Mannschaft und der Zweitvertretung (Kreisklasse) zusammensetzten. Mit mäßigem Erfolg: Während der TuS Hartenholm III die Qualifikation für das Hauptturnier verpasste, konnten sich das Team Rot (Vorrunde) und das Team Blau (Zwischenrunde) nicht für die Finalspiele qualifizieren. „Wir sind schon ein wenig enttäuscht. Das Ziel war, zumindest mit einer Mannschaft die Endrunde zu erreichen“, esümierte Oliver Hallerberg.

Nachdem das am besten bestückte TuS-Ensemble in den Gruppenspielen mit zwölf Punkten zunächst eine gute Figur abgab und nur dem SV Henstedt-Ulzburg den Vortritt lassen musste, folgte im weiteren Verlauf die Enttäuschung. Im entscheidenden Spiel um den Halbfinal-Einzug gab’s ein 2:5 gegen den
SC Rönnau 74. Der Süd-Verbandsligist war der einzige Vertreter aus dem Kreis Segeberg, der den Sprung unter die vier besten Mannschaften schaffte. Im Halbfinale entpuppte sich der TSV Bordesholm beim 1:5 aber als zu stark.

SV Todesfelde scheitert in der Vorrunde

Die Kaltenkirchener TS und der Leezener SC scheiterten jeweils in der Vorrunde als Gruppenletzte, Landesligist SSC Phoenix Kisdorf zog punktgleich mit dem VfR Neumünster und dem
SV Eichede den Kürzeren. Auch Hallen-Masters-Sieger SV Todesfelde, der überwiegend mit Spielern aus seiner Verbandsliga-Mannschaft antrat, blieb als Tabellenvierter in der Vorrunde hängen.

Nach drei Tagen Hallenfußball auf Kunstrasen mit 278 Toren zogen die Verantwortlichen des TuS Hartenholm zufrieden Bilanz. „Wir hatten eine gute Stimmung in der Halle, das war wie immer eine runde Sache. Mit Bordesholm und Neumünster standen die beiden besten Teams im Finale“, sagte Oliver Hallerberg.