Norderstedt
Kreismeisterschaften

Leichtathleten bestehen den letzten Härtetest

M-14-Kreismeister im Hochsprung, über 50 Meter Hürden und im Weitsprung: Bjarne Timmermann vom SC Rönnau 74.

M-14-Kreismeister im Hochsprung, über 50 Meter Hürden und im Weitsprung: Bjarne Timmermann vom SC Rönnau 74.

Foto: Anne Pamperin

Die besten Aktiven des KLV Segeberg starten am Wochenende bei den Landestitelkämpfen der Verbände Hamburg und Schleswig-Holstein.

Bad Segeberg.  Die Weihnachtsferien sind vorbei, demzufolge wird es ernst für die Leichtathleten aus dem Kreis Segeberg. An den beiden kommenden Wochenenden werden im Alsterdorfer „Glaspalast“ die Landestitel vergeben. Um vor den gemeinsamen schleswig-holsteinischen und Hamburger Titelkämpfen noch einmal die Form zu überprüfen und ein wenig Wettkampfpraxis zu sammeln, starteten einige Aktive bei den landesoffenen Kreismeisterschaften in Bad Segeberg.

Schwache Resonanz bei Kreismeisterschaften

Die Teilnehmerzahl war vor allem in den Wettbewerben der Altersklassen U 16 und U 20 überschaubar. An Tag eins fanden sich gerade mal 58 Sportler in der Kreissporthalle an der Burgfeldstraße ein. Bei den Männern, Frauen und Jugendlichen U 18, waren immerhin 83 Leichtathleten am Start.

Hallensprecher Helmut Lenz vom SC Rönnau 74 vermutete das parallel in Bredstedt ausgetragene Wintersportfest als Grund für die schwache Beteiligung. „Für die Sportler aus Flensburg und der Umgebung ist die Anreise nach Bredstedt natürlich um einiges kürzer als zu uns“, so Lenz. Doch auch aus dem Kreis Segeber hatten in diesem Jahr nur wenige Vereine Aktive gemeldet.

Der SC Rönnau 74 war wie gewohnt quantitativ und qualitativ sehr gut vertreten. Carolina Jürgens bewies beim letzten Test vor den Landesmeisterschaften, dass sie sich zurzeit in ausgezeichneter Verfassung befindet. Die 14-Jährige gewann mit 5,24 Metern den Weitsprung der Schülerinnen W 15 und blieb damit nur einen Zentimeter unter ihrer persönlichen Bestleistung. Im Endlauf über 50 Meter belegte sie Platz zwei hinter Victoria Agu vom TuS Lübeck (6,88 Sekunden).

Carolina Jürgens hat sich viel vorgenommen

Jürgens lief 6,97 Sekunden und war mit dieser Zeit sehr zufrieden. „Mein Trainer Ralph Meyer hat mir die Erlaubnis erteilt, unter sieben Sekunden zu bleiben“, sagte sie nach dem Finalsprint grinsend, „mein Ziel in diesem Jahr ist die Qualifikation für die Deutschen U-16-Einzelmeisterschaften.“

2020 möchte sie zudem ihre Vielseitigkeit testen. „Ich werde auch im Mehrkampf starten“, so Carolina Jürgens, die an diesem Wochenende aber erst einmal Jagd auf weitere Einzeltitel macht: Am Sonnabend (Beginn: 12 Uhr) und Sonntag (11 Uhr) ermitteln die Schüler U 16 sowie die Junioren U 20 ihre Landesmeister. Am 18./19. Januar werden dann die Titel in den Altersklassen U 18, Männer und Frauen vergeben.

Jon Petersen triumphiert in drei Disziplinen

Neben Jürgens, die sich vor allem auf ihre Lieblingsdisziplin, den 300-Meter-Lauf, freut, ist dann auch ihr Vereinskamerad Jon Petersen (M 15) mit dabei. Die Generalprobe in Bad Segeberg mit drei ersten Plätzen im 50-Meter-Sprint, im Hochsprung, im 50-Meter-Hürdenlauf und im Kugelstoßen verlief für den jungen Mehrkämpfer vielversprechend.

Bjarne Griffel (Bramstedter TS), der jüngere Bruder von Speerwurf-Ass Adrian Griffel, gewann mit 9,42 Metern das M-14-Kugelstoßen, setzte sich über 50 Meter durch und wurde im Hochsprung und im Hürdensprint Zweiter. Besser war hier nur Bjarne Timmermann vom SC Rönnau 74, der sich im Hochsprung über eine neue Bestleistung (1,63 Meter) freute und auch den Weitsprung (4,58 Meter) gewann. Sein Vereinskamerad Ben Breustedt erzielte exakt dieselbe Weite, hatte aber den schlechteren zweiten Versuch und belegte Platz zwei.

Jean-Baptiste Fischer (BT) qualifizierte sich für das M-15-Finale über 50 Meter und wurde mit 7,17 Sekunden Dritter. Über 50 Meter Hürden (8,92 Sekunden) gab’s für ihn ebenfalls Bronze. Sein Vereinskollege Koray Gargi (M14) lief über 50 Meter in 7,50 Sekunden ebenfalls auf Platz drei.

Alle Ergebnisse sind auf der Homepage des Schleswig-Holsteinischen Leichtathletikverbandes einzusehen.

www.shlv.de