Norderstedt
Frauenhandball

HT Norderstedt verteidigt trotz 29:34 Platz eins

Spektakuläre Flugeinlage von Eyleen Berg, die für das HT Norderstedt im letzten Punktspiel des Jahres einmal traf.

Spektakuläre Flugeinlage von Eyleen Berg, die für das HT Norderstedt im letzten Punktspiel des Jahres einmal traf.

Foto: Anne Pamperin

Die Hamburg-Liga-Crew von Trainer Bernd Haarbrücker erwischt in der Auswärtspartie gegen den TSV Ellerbek II einen gebrauchten Tag.

Ellerbek.  An manchen Tagen kann man versuchen, was man will – doch es klappt einfach gar nichts. Dieses Gefühl beschlich auch die Frauenmannschaft des HandballTeams Norderstedt nach dem letzten Punktspiel des Jahres in der Hamburg-Liga. Der Spitzenreiter musste beim TSV Ellerbek II antreten und verlor gegen den Tabellensiebten überraschend mit 29:34 (17:22).

Nach 15 Minuten geht alles schief

Zunächst lief das Match aus Sicht der Norderstedterinnen noch zufriedenstellend. Nach 15 Minuten führte die Mannschaft von Trainer Bernd Haarbrücker mit 11:8 – alles deutete auf den neunten Sieg im elften Spiel hin. Dann aber ging alles schief. „Die Abwehr stand nicht gut, und unsere Torhüterinnen hatten auch nicht ihren besten Tag erwischt“, sagte der Coach. Die Folge:
22 Gegentore in der ersten Halbzeit.

„In Durchgang zwei habe ich die Abwehr dann umgestellt. In unserer 5:1-Deckung waren zu viele Löcher, deswegen bin ich auf eine 6:0-Formation umgestiegen. Das funktionierte dann ein bisschen besser“, so Haarbrücker. Doch auch wenn nach der Pause „nur“ 17 Gegentreffer zu Buche standen, kam das HTN nicht wirklich in Schwung.

„Wir haben vorne viel zu viele Bälle verworfen, darunter auch vier Siebenmeter. Das Spiel hätte noch zehn Stunden länger dauern können, ohne dass sich was am Ergebnis geändert hätte. Wir haben die beiden gefährlichsten Spielerinnen des TSV nie in den Griff bekommen, obwohl ich vor ihnen gewarnt habe. Diesmal hat jeder Fehler gemacht, auch ich. Vielleicht hätte ich die Abwehr früher umstellen müssen“, sagte der HTN-Trainer. Immerhin: Trotz der zweiten Saisonniederlage bleibt sein Team mit 17:5 Zählern Tabellenführer. Punktgleich dahinter liegen der Ahrensburger TSV und die SG Niendorf/Wandsetal.

HTN-Coach lobt die starke Hinrunde

Am Sonntag, 12. Januar, geht’s zum Auftakt der Rückrunde zum Schlusslicht HSV/Hamm 02. „Ich habe nach der Niederlage nicht viel gemeckert. Es gibt halt solche Tage. Und die Mannschaft hat nie aufgegeben, sondern bis zum Schluss gekämpft. Das war in der vergangenen Serie oft anders“, sagte Bernd Haarbrücker. In der Kabine gab’s dann trotz der Pleite sogar sogar noch ein dickes Lob vom Coach: „Die Hinrunde war wirklich super. Ich bin sehr zufrieden. Dass wir in der Hamburg-Liga ganz oben stehen, ist toll und keineswegs selbstverständlich.“

Die gute Stimmung im Team, die hohe Trainingsbeteiligung und die Kameradschaft untereinander lassen Haarbrücker hoffen, dass die zweite Saisonhälfte ähnlich erfolgreich verlaufen wird. Wer dann neben dem HT Norderstedt um die Meisterschaft und den Aufstieg in die Oberliga Schleswig-Holstein/Hamburg kämpfen wird, bleibt abzuwarten. Haarbrücker: „Für mich zählen die SG Wilhelmsburg und die SG Niendorf/Wandsetal zu den Mitfavoriten. Der Tabellenzweite Ahrensburger TSV muss gleich am ersten Spieltag der Rückrunde in Niendorf spielen, dann wird man sehen, ob der ATSV zu Recht oben steht.“

Pokal-Achtelfinale am 14. Januar

Im Achtelfinale des Hamburger Pokalwettbewerbs müssen die HTN-Frauen am Dienstag, 14. Januar, um 19.30 Uhr beim Ligakonkurrenten TuS Esingen antreten. Die Norderstedter Männer empfangen um 20.30 Uhr im Schulzen­trum Süd Oberligist SG Hamburg/Nord. Das erste Punktspiel im neuen Jahr bestreitet die Crew von Coach Florian Deppe am 18. Januar beim TH Eilbeck.

Nach zuletzt zwei Niederlagen liegt das HT Norderstedt (16:6 Punkte) hinter dem THB Hamburg 03 (19:3) und dem FC St. Pauli II (16:4) auf Platz drei.

Die Tore des HT Norderstedt: Lena Paltian (8/davon 2 Siebenmeter), Katharina Backenberg (6), Madlin Rieboldt (3/3), Janina Besser (3), Karina Hubert, Lina Lange, Sabrina Langmann (je 2), Tasha Kröhnert, Merle Haarbrücker, Eyleen Berg (je 1).