Norderstedt
Fussball-Regionalliga

Am Sonntag gibt’s das Duell der Überraschungsteams

Michael Kobert (l.) ist zu Saisonbeginn vom Lüneburger SK zu Eintracht Norderstedt gewechselt. Der Arbeitsnachweis des Stürmers in der laufenden Serie:  17 Spiele, 963 Einsatzminuten, drei Tore.

Michael Kobert (l.) ist zu Saisonbeginn vom Lüneburger SK zu Eintracht Norderstedt gewechselt. Der Arbeitsnachweis des Stürmers in der laufenden Serie: 17 Spiele, 963 Einsatzminuten, drei Tore.

Foto: Anne Pamperin

Eintracht Norderstedt hat im Edmund-Plambeck-Stadion mit dem Lüneburger SK Hansa den Ex-Club von Stürmer Michael Kobert zu Gast.

Norderstedt. Wer hätte das zu Saisonbeginn gedacht? Nach 18 Spieltagen sind die Fußballer von Eintracht Norderstedt mit 28 Punkten Tabellensiebter der Regionalliga Nord. Vier Plätze dahinter liegt – mit gleichfalls respektablen 26 Zählern – der Lüneburger SK Hansa. Das Erstaunliche daran: Beide Mannschaften wären in der Serie 2018/2019 fast abgestiegen. Die Garstedter retteten sich erst am letzten Spieltag mit einem 3:1-Erfolg beim 1. FC Germania Egestorf-Langreder, der LSK schaffte mit Siegen in den beiden Relegationspartien gegen den FC Eintracht Northeim den Klassenerhalt.

Dritter Vergleich in dieser Saison

Demzufolge darf der Vergleich beider Mannschaften am Sonntag im Norderstedter Edmund-Plambeck-Stadion an der Ochsenzoller Straße getrost als Duell der Überraschungsteams bezeichnet werden. Genau genommen ist es schon der dritte Vergleich in der laufenden Punktrunde: die erste Partie wurde am 31. Juli beim Zwischenstand von 1:0 für Lüneburg wegen eines Gewitters abgebrochen. Spiel Nummer zwei endete am 7. August mit einem leistungsgerechten 1:1-Unentschieden.

Aus Eintracht-Sicht gab es damals zwei Helden: Den Ex-Lüneburger Michael Kobert (23), der in der 84. Minute den Ausgleichstreffer für seine Truppe erzielte. Und Keeper Lars Huxsohl, der kurz vor Schluss mit zwei überragenden Paraden eine Niederlage verhindert.

Keeper Huxsohl hat noch keine Minute verpasst

Huxsohl wird am Sonntag von Beginn an zwischen den Pfosten stehen; der 23 Jahre alte Schlussmann hat in der laufenden Serie noch keine Minute verpasst. Ob sein offensiv orientierter Mannschaftskollege zur Startformation gehört, ist dagegen noch nicht sicher. Er und Jan Lüneburg liefern sich seit Wochen einen Zweikampf um den Platz im Angriffszentrum. Lüneburg hat seine Stärken im Sechzehnmeterraum und bei Kopfbällen, kann seinen Körper perfekt einsetzen. Kobert hat immer dann Vorteile, wenn es schnell wird, sich Raum zum Bespielen und Belaufen bietet.

Position des Rechtsverteidigers ist vakant

Coach Jens Martens lässt sich bezüglich der Aufstellung nicht in die Karten schauen. „Wer von beiden beginnt, wird erst nach dem Abschlusstraining entschieden.“ Offen ist zudem, wer von Juri Marxen, der mit seiner Freundin Merle zu einer dreimonatigen Reise nach Südafrika und Südostasien aufgebrochen ist, die Position des Rechtsverteidigers übernimmt. Seine logischen Vertreter – Kapitän Jordan Brown (chronische Achillessehnenprobleme) und Alexandre Rajao da Cunha (Knochenödem und Knorpelabsplitterung im Knie) – sind verletzt. Gut möglich, dass deshalb einer der beiden Linksverteidiger im Kader, Dane Kummerfeld oder Rico Bork, den vakanten Job übernimmt.

Jens Martens erwartet ein packendes Match: „Der LSK ist eine kampfstarke Mannschaft, die das Optimale aus ihren Mitteln macht.“