Norderstedt
Punktspielsiege

Norderstedt mausert sich zur Handball-Hochburg

Lina Lange steuerte drei Treffer zum deutlichen Sieg desHT Norderstedt gegen den bisherigen Hamburg-Liga-Tabellenführer Ahrensburger TSV bei.

Lina Lange steuerte drei Treffer zum deutlichen Sieg desHT Norderstedt gegen den bisherigen Hamburg-Liga-Tabellenführer Ahrensburger TSV bei.

Foto: Thomas Maibom

Die Frauen- und die Männermannschaft des HT Norderstedt führen nach Heimerfolgen jeweils die Tabelle der höchsten Hamburger Klasse an.

Norderstedt.  Wer einen Blick auf die Tabellen der Hamburg-Ligen wirft, sieht Ungewohntes: Die Männer und auch die Frauen des HandballTeams Norderstedt grüßen von der Spitze – eine Situation, die es lange nicht mehr gegeben hat.

Während die HTN-Männer schon in der vergangenen Saison oben mitspielten und am Ende Vizemeister wurden, kämpften die Frauen lange um den Klassenerhalt. In dieser Spielzeit sieht das ganz anders aus. Dank einer guten Mischung aus drittligaerfahrenen Neuzugängen vom SC Alstertal-Langenhorn, der gelungenen Integration von jungen Spielerinnen sowie der Unterstützung vieler Routiniers aus der zweiten Mannschaft hat Trainer Bernd Haarbrücker ein Aufgebot zusammenbekommen, das es mit jedem Gegner aufnehmen kann und sich zu einem Meisterschaftskandidaten gemausert hat.

Frauencrew fertigt Ahrensburger TSV ab

Das bekam jetzt auch der bisherige Spitzenreiter Ahrensburger TSV zu spüren. Die HTN-Frauen machten kurzen Prozess und gewannen deutlich mit 33:23 (19:8). „Wir haben super und mit sehr viel Tempo gespielt, alles hat geklappt. Vor allem die erste Halbzeit war sensationell. Ich bin wirklich sehr stolz auf die Mädels“, sagte Haarbrücker und ergänzte: „Wir haben offensiv gedeckt und dadurch die beiden Haupttorschützinnen des ATSV, Hanna Bremer und Maren Eckert, nahezu ausgeschaltet.“

Schon am kommenden Sonntag (18 Uhr) wird sich zeigen, was dieser Sieg wert ist und ob der Platz an der Sonne verteidigt werden kann. Dann müssen die HTN-Frauen bei der zweiten Mannschaft des Altrahlstedter MTV antreten. Haarbrücker: „Beim AMTV war ich 20 Jahre lang Trainer. Dessen Spielerinnen, von denen ich einige noch aus der Jugend kenne, wollen mir sicherlich zeigen, was sie aktuell drauf haben. Das wird wesentlich schwerer als gegen Ahrensburg.“

Männerteam ringt HSG Pinnau nieder

Die Männer des HT Norderstedt hatten sich schon Mitte der vergangenen Woche mit dem 33:21 im Nachholmatch bei der SG HTS/BW 96 auf Platz eins geschoben und verteidigten die Tabellenspitze mit einem 29:24 (14:14)-Sieg gegen die HSG Pinnau. Trainer Florian Deppe war vor allem mit dem Auftritt in Durchgang eins nicht immer einverstanden. „Wir standen in der Abwehr oft schlecht und haben viele Fehler gemacht. Dadurch habe wir zahlreiche Gegentore kassiert. Erschwerend kamen Zeitstrafen hinzu, die wir durch unser unkluges Deckungsverhalten kassiert haben.“

Auch im Angriff waren nicht alle Aktionen durchdacht. „Manchmal fehlte der Blick zum besser postierten Nebenmann. So ein Spiel muss man aufarbeiten. Die Jungs bekommen ja während der Partie gar nicht alles mit, dafür ist eine Videoanalyse ganz hilfreich“, so Deppe, der mit der Einstellung seiner Akteure indes hochzufrieden ist. „Alle haben richtig Bock, das macht Spaß.“

In Sachen Aufstieg wird noch tiefgestapelt

Nach dem ersten Saisondrittel schon in Richtung kommende Spielzeit und einem eventuellen Aufstieg in die Oberliga zu schielen, ist wohl noch zu früh. Dennoch sieht es so aus, als würden sich beide HTN-Teams zu Titelkandidaten in der Hamburg-Liga entwickeln. Ganz soweit will Florian Deppe indes noch nicht gehen. „Jetzt steht erst einmal das schwere Auswärtsmatch bei der HG Hamburg-Barmbek II an. Das wird ein sehr körperbetontes Spiel werden. Und zum Abschluss der Hinrunde steht ja auch noch die Partie gegen den punktgleichen Zweiten THB Hamburg 03 an. Danach gucken wir mal, wo wir stehen.“

Tore der HTN-Frauen: Lena Paltian (6/davon 4 Siebenmeter), Eyleen Berg (5), Katharina Backenberg (4), Lynn Rademann, Lina Lange, Madlin Rieboldt, Sabrina Langmann (je 3), Karina Huber, Tasha Kröhnert (je 2), Janina Besser, Angelika Koziol (je 1).

Tore der HTN-Männer: Emil Aksanov, Robert Schulze (je 8), Julian Uwiss (4), Felix Henka, Felix Minners (je 2/1), Christopher Pöhls, Ole Werner (je 2), Lucas Marx (1).